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1. Global Compact General Meeting 2012
Österreichisches UNGC-Netzwerk diskutiert "Rio+20"
14.02.2012

Am 14. Februar 2012 diskutierten die Teilnehmer des österreichischen Global Compact-Netzwerkes im Rahmen des General Meeting über das diesjährige Schwerpunktthema "Rio+20".

Der UN Global Compact, die größte Initiative zu CSR und Nachhaltiger Entwicklung, zählt weltweit über 9.000 Teilnehmer und knapp 100 lokale Netzwerke. Am 14. Februar trafen sich die derzeit 54 Teilnehmer des österreichischen Netzwerkes bei der OMV in Wien.

 

Das 1. Global Compact General Meeting 2012 stand im Zeichen des diesjährigen Schwerpunktthemas: „Rio+20“, der großen UN-Konferenz, die sich im Juni diesen Jahres den aktuellen globalen Herausforderungen wie Armut, Klimawandel oder Ressourcenknappheit widmet und Bilanz über die letzten 20 Jahre zieht.

 

Auch das österreichische Global Compact-Netzwerk zieht Bilanz und wagte mit diesem Treffen gleichzeitig einen ersten Ausblick auf mögliche Lösungsansätze, die Unternehmen im Zuge ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten bieten können.

 

Auf dem Weg zu einer "green economy"

In ihrer Keynote erläuterte Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, die Erwartungen einer global agierenden NGO an den UN-Weltgipfel. Sie begrüßte dabei die Anstrengungen, die unterschiedlichste Organisationen wie der UN Global Compact schon im Vorfeld der Konferenz unternommen haben, um möglichst viele Akteure zum Handeln zu bewegen. Dennoch warnte sie davor, den viel zitierten Begriff der "green economy" nicht als leere Worthülse zu verstehen. Das Wirtschaftswachstum dürfe nicht als alles dominierende Säule gesehen werden, sondern müsse gleichberechtigt neben der sozialen und ökologischen Komponente stehen.

 

Einbindung der Wirtschaft essentiell

Weiters appelierte Dieckmann an die anwesenden Unternehmen, die großen globalen Herausforderungen anzunehmen und mit Nachdruck an deren Lösung zu arbeiten. Die Einbindung der Wirtschaft in diesen Prozess, insbesondere in Bereiche wie globale Armutsbekämpfung, Ressourcenschonung oder die Entwicklung innoativer Technologien zur nachhaltigen Energiegewinnung sei aus ihrer Sicht essentiell.

 

Aus diesem Grund haben der UN Global Compact, das World Business Council for Sustainable Development und die International Chamber of Commerce eine Allianz gebildet, die Business Action for Sustainable Develoment (BASD). Diese wird bei der UN-Konferenz in Rio die Wirtschaftsperspektive einbringen und Best Practices aufzeigen, um gemeinsam neue Lösungswege für aktuelle soziale und ökologische Herausforderungen zu definieren.

 

respACT- und Global Compact-Arbeitsgruppe zu "Rio+20"

Auch in Österreich haben sich Unternehmen zusammengeschlossen, um gemeinsam die eigenen Nachhaltigkeitsziele zu reflektieren und ggf. zu adaptieren. Im Rahmen der respACT- und Global Compact-Arbeitsgruppe "Rio+20" arbeiten nun 11 Unternehmen bis zum UN-Gipfel im Juni an den Themen:

  • Energie
  • Klimaschutz
  • Ressourcenmanagement
  • Sustainable Cities

Das General Meeting am 14. Februar stellte den Kick-off für diese Arbeitsgruppe dar. Nach der Keynote von Bärbel Dieckmann diskutierten die TeilnehmerInnen an vier World Café-Tischen über unternehmerische und politische Entwicklungen zu den oben genannten Themen.

 

Schwerpunkte des österreichischen Global Compact-Netzwerk

Neben der Rio+20-Arbeitsgruppe gibt es in diesem Jahr noch zwei weitere respACT- und Global Compact-Arbeitsgruppen, an denen Unternehmen mitwirken können: Die erfolgreichen Treffen der Gruppe zur "Nachhaltigkeitsberichterstattung" sowie der Gruppe "Verantwortungsvolles Supply Chain Management" vom letzten Jahr werden auch 2012 fortgeführt. Nähere Infos unter: www.respact.at/arbeitsgruppen.

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