Tuesday 26. July 2016
04.11.2011

1. Marktplatz der „Guten Geschäfte“ in Niederösterreich bringt Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen

Rund 40 Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen und NGOs geschlossen.

Am 3. November 2011 fand auf Initiative des BMASK anlässlich des  Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011 der erste Marktplatz der „Guten Geschäfte“ in Niederösterreich bei der Firma WimTec statt.

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Insgesamt hatten 80 VertreterInnen von Unternehmen und NGOs die Gelegenheit, sich in kurzer Zeit kennen zu lernen und Tauschgeschäfte abzuschließen. Erfreuliches Ergebnis: 36 Kooperationen im Gegenwert von über 36.000 Euro.

 

Es freut mich, dass auch bei diesem Marktplatz zahlreiche Partnerschaften ins Leben gerufen wurden, die gezielt dem Gemeinwohl zugutekommen. In Bezug auf die Bewältigung der sozialen Herausforderungen unserer Zeit sind alle Kräfte der Gesellschaft gefordert: Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Wir müssen unsere soziale Verantwortung wahrnehmen und solidarisch zusammenarbeiten“, betont Bundesminister Hundstorfer im Zusammenhang mit dem Marktplatz der Guten Geschäfte, der von respACT – der Unternehmensplattform für Corporate Social Responsibility (CSR) – und dem Fundraising Verband Austria mit Unterstützung von IBM Österreich organisiert wurde.

 

Kooperationen gesucht? Gefunden am Marktplatz der Guten Geschäfte!

Ähnlich wie bei einem Speed-Dating vereinbarten die VertreterInnen von Unternehmen und gemeinnützigen Vereinen in jeweils zehn-minütigen Gesprächsrunden Kooperationen, von denen beide Seite profitieren. Unternehmen punkteten mit Sachmitteln wie beispielsweise Feuerlöscher, PCs, Druckleistungen oder Kochtöpfen, aber auch ehrenamtlicher Arbeitskraft oder der Vermittlung von Fachwissen. Kreative Leistungen wie Humorworkshops, Teambuilding, oder Kinderbetreuung bei Firmenveranstaltungen bestimmten das Angebot der NGOs. Dem Ideenreichtum waren keine Grenzen gesetzt. Alles durfte gehandelt werden, nur eins war Tabu – Geld.

 

Die MarktplatzteilnehmerInnen sind überzeugt von dem Konzept: Unternehmen sind oft überrascht, wie sehr sie NGOs auch ohne Geld helfen und welche vielfältigen Gegenleistungen NGOs ihnen bieten. „Der Marktplatz bietet die einmalige Möglichkeit, in kurzer Zeit viele interessante Organisationen kennenzulernen und für beide Seiten nützliche Kooperationen zu schließen, an die man vorher gar nicht gedacht hätte“, bestätigte Peter Wimberger, Geschäftsführer der Firma WimTec. „Eindrucksvoll am Marktplatz war für uns, dass die Kooperationen spontan und ohne Zwang entstanden sind“, ergänzte Elisabeth Thomas, Geschäftsführerin des Wiener Tierschutzvereins.

 

Dass der Kreativität im Tauschhandel keine Grenzen gesetzt sind, beweist das zwischen Noris Feuerschutzgeräte und den Roten Nasen initiierte Projekt: „Als Gegenleistung für ein ‚lustiges Löschtraining‛  erhalten wir von den Roten Nasen einen Humorworkshop“, freute sich Robert Slameczka, Geschäftsführender Gesellschafter von Noris Feuerschutzgeräte. „Dass man gerade heraus über Erwartungen und Gegenleistungen sprechen kann, zeichnet den Marktplatz aus“, so Stefanie Gründl von den Roten Nasen.

 

Auch die Kochtöpfe der Firma Riess Kelomat sowie Armaturen der Firma WimTec erfreuten sich großer Beliebtheit. Wie vielfältig die Kooperationen sein können, zeigte unter anderem auch die EVN AG: Diese bot die Zurverfügungstellung eines Veranstaltungsortes und erhielt dafür von der Caritas St. Pölten Unterstützung bei der Grünraumpflege.

 

Zum Marktplatz der Guten Geschäfte

Insgesamt haben im deutschsprachigen Raum bereits über 130 Marktplätze stattgefunden, bei denen ca. 6.000 Kooperationen zwischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft geschlossen wurden. In Österreich ist dies der fünfte Marktplatz, der von dem Unternehmensnetzwerk respACT und der NGO-Plattform Fundraising Verband Austria gemeinsam organisiert wurde. Die beiden Initiatoren Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria und Daniela Knieling, Geschäftsführerin der Unternehmensplattform respACT, möchten auch im nächsten Jahr wieder die Möglichkeit der unkonventionellen Tauschbörse schaffen: „Die Marktplatz-Methode leistet einen wichtigen Beitrag zur Zusammenarbeit von Wirtschaft und Zivilgesellschaft. 2012 soll es daher weitere Marktplätze der Guten Geschäfte in der Steiermark und Vorarlberg geben.“

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