Tuesday 23. August 2016

ISO 26000

Internationaler Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung von Organisationen

Die 2010 veröffentlichte internationale Norm ISO 26000 gibt Unternehmen einen Leitfaden in die Hand, wie sie ihre Strukturen und Prozesse an Nachhaltigkeitsprinzipien ausrichten können. Die Norm dient den Anwendern als Orientierung für die Integration von Nachhaltigkeit und Verantwortungsübernahme in ihren Strukturen, Prozessen und Strategien. Die ISO 26000 enthält keine fest definierten Anforderungen und ist nicht zertifizierbar.

Die ISO 26000 wurde auf Initiative der "Internationalen Gemeinschaft der Normungsinstitute" entwickelt, um gesellschaftlich verantwortliches Handeln für alle Arten von Organisationen zu definieren. Sie richtet sich damit nicht nur an Unternehmen, sondern auch an Regierungsbehörden, Nicht-profitorientierte Organisationen (NPOs), Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sowie Verbraucherverbände.

 

Die internationale Norm unterstützt dabei, gesellschaftliche Verantwortung in unterschiedlichen kulturellen, gesellschaftlichen, rechtlichen und ökologischen Kontexten sowie innerhalb der Organisation wahrzunehmen. Die Norm wurde in Übereinstimmung mit bestehenden internationalen Dokumenten und Standards erstellt. Als freiwilliger Standard ist die ISO 26 000 nicht zertifizierbar.

 

Zum Entstehungsprozess

Diese Internationale Norm wurde auf Grundlage eines Multi-Stakeholder-Ansatzes erarbeitet, wobei Fachleute aus mehr als 90 Ländern und 40 breit aufgestellten internationalen oder regionalen Organisationen, die in verschiedenen Bereichen gesellschaftlicher Verantwortung tätig sind, einbezogen wurden. Während sich ExpertInnen zu Beginn noch skeptisch zeigten, stieg ihr Interesse an der Norm im Verlauf des Erstellungsprozesses extrem an. Nachdem im September 2010 93 Prozent dem Schlussentwurf zugestimmt hatten (von 77 Ländern haben 5 die ISO 26000 abgelehnt (Kuba, Indien, Luxemburg, Türkei, USA); Österreich enthielt sich der Stimme). wurde die ISO 26 000 schließlich im November 2010 veröffentlicht.

 

Welche Inhalte werden behandelt?

Die Norm gibt Orientierung zu Konzepten, dem Hintergrund, Grundsätzen und Kernthemen im Bezug auf gesellschaftliche Verantwortung. Sie unterstützt bei der Umsetzung verantwortlichen Verhaltens, dabei Anspruchsgruppen zu identifizieren und einzubinden, sowie bei der Kommunikation.

 

Das Fundament der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung bilden gemäß der ISO 26000 die sieben Grundsätze:

  • Rechenschaftspflicht
  • Transparenz
  • Ethisches Verhalten
  • Achtung der Interessen von Anspruchsgruppen
  • Achtung der Rechtsstaatlichkeit
  • Achtung internationaler Verhaltensstandards
  • Achtung der Menschenrechte

Darauf aufbauend wurden sieben Kernthemen formuliert, welche in Unternehmen behandelt werden sollen.

  • Menschenrechte
  • Arbeitsbedingungen
  • Anständige Handlungsweisen von Organisationen
  • Konsumentenfragen
  • Umwelt
  • Regionale Einbindung und Entwicklung des Umfelds
  • Organisation und Organisationsführung
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