Saturday 30. July 2016
24.07.2014

Millennium Development Goals

Bisherige Bilanz vor dem Fristablauf 2015

Die acht Millennium Development Goals, die im Jahr 2000 formuliert worden sind, um die globale Zukunftssicherung  sicherzustellen, stehen kurz vor dem Fristablauf 2015. Die bisherige Bilanz beim weltweiten Kampf gegen Hunger, Krankheiten und Armut fällt allerdings gemischt aus. Der aktuell veröffentlichte Zwischenbericht der Vereinten Nationen hält den enormen Fortschritt in einigen wesentlichen Vorhaben fest, erklärt aber auch, dass andere wichtige Ziele voraussichtlich nicht erreicht werden.

 

UN-Zwischenbericht: Gemischte Bilanz

 

Aus dem Bericht geht hervor, dass das erste Millennium Development Goal, die Beseitigung von extremer Armut und Hunger (MDG 1) als positiv bilanziert wird. Die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, wurde auf 700 Mio. verringert, was eine Reduktion um die Hälfte bedeutet. Auch bei den Bemühungen hinsichtlich der Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderen Krankheiten (MDG 6) wird eine positive Entwicklung verzeichnet.  

 

Das gesteckte Ziel der Halbierung der Anzahl jener Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, konnte schon 2012 erreicht werden. Über 2,3 Milliarden Menschen profitierten zwischen 1990 und 2012. Ebenso erreicht werden konnte die Erhöhung des Mädchenanteils in Grundschulen (MDG 2). Positiv hervorgehoben wird außerdem, dass es zu einem Rückgang der Schulden in Entwicklungsländern um bis zu 75 Prozent gekommen ist.

 

Trotz der positiven Entwicklung, die die UN in dem Zwischenbericht betont, bedarf es beim Großteil der MDGs weiterhin eines intensiven Einsatzes der Weltgemeinschaft und insbesondere der Unternehmen. Schlecht steht es beispielsweise um das MDG, die Kinder- und Müttersterblichkeit zu reduzieren. Hier müssen vermehrt Vorsorgeuntersuchungen etabliert werden, um die Todesfälle weiter zu minimieren. Auch im Kampf gegen die Umweltverschmutzung gibt es noch einiges zu tun: Zum Schutz der Ökologie würden zwar viele erfolgreiche Beispiele existieren, jedoch bleiben ebenso viele die Umwelt gefährdende Aktionen bestehen.

 

Unternehmen können wesentlichen Beitrag zu den MDGs leisten

 

Ziel des MDG 8 ist es, ein offenes Handels- und Finanzsystem zu schaffen, welches eine Ver­pflich­tung zu ver­ant­wor­tungs­bewuss­ter Regierungsführung, zur Ent­wick­lung und zur Be­seiti­gung der Armut mit einschließt.  Unternehmen unterschiedlichster Branchen nehmen dabei eine wesentliche Rolle ein und tragen durch erfolgreiche Wirtschaftspartnerschaften zur Entwicklungszusammenarbeit und somit zur Umsetzung des MDG 8 bei.

Ein konkreter Punkt ist dabei die Zusammenarbeit mit Pharmaunternehmen (MDG 8E), die den Zugang zu unentbehrlichen Arzneimitteln zu erschwinglichen Preisen in Entwicklungsländern gewährleisten sollen. Global gesehen, hat sich der Zugang zu bezahlbaren Medikamenten nur leicht verbessert, nach wie vor bestehen große regionale Unterschiede für Generika.

 

Beispielhaftes Engagement eines österreichischen Pharmaunternehmens

 

Croma Pharma, TRIGOS Gewinner 2014 in der Kategorie Beste Partnerschaft, zeigt durch eine Kooperation mit der NGO Licht für die Welt eindrucksvoll, wie durch das Zusammenbringen der jeweiligen Kernkompetenzen eine sichtbare gesellschaftliche Wirkung erzielen werden kann. So ist es gelungen, für jährlich mehr als 40.000 Operationen am Grauen Star in ländlichen Regionen Afrikas qualitativ hochwerte Medikamente zur Verfügung zu stellen. In weiterer Folge wirkt sich dieser Beitrag zur Blindheitsbekämpfung auch auf die Armutsbekämpfung in dieser Region aus. Und durch  die fixe Vereinbarung ermöglicht Croma Licht für die Welt eine exakte Bedarfsplanung zur laufenden Versorgung von insgesamt mehr als 50 Augenstationen in Afrika und Asien. Durch das Engagement von Croma Pharma, eine globale Partnerschaft im Dienst der Entwicklung zu schaffen, trägt das Unternehmen wesentlich zur Umsetzung der MDGs bei. Wirtschaftspartnerschaften im internationalen Kontext werden auch von der Austrian Development Agency mit bis zu € 200 000,- gefördert. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Weitere Informationen zu den Aktivitäten des UN Global Compact zur Post 2015-Agenda finden Sie hier sowie zu den globalen Zielen für Nachhaltigkeit unter folgendem Link.

 

 

Call to Earth

Astronauts Send a Message from Space to Global Leaders at #COP21

respACT-Position zum vorläufigen Entwurf des Österreichischen CSR-Aktionsplans (NAP CSR)

respACT nimmt Stellung zum vorläufigen Entwurf des "Österreichischen CSR-Aktionsplans", der den TeilnehmerInnen eines Stakeholderworkshops der beiden Ministerien BMLFUW und BMWFJ am 17. Juni 2013 vorgelegt wurde.

>>> Details

CSR und Politik in Europa

 

In diesem Video werden nationale CSR-Strategien europäischer Länder vorgestellt. (Stand Sommer 2011)

 

 

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