Sunday 24. July 2016
27.11.2015

„Die Sustainable Development Goals gelten für alle Unternehmen“

Die neuen globalen Nachhaltigkeitsziele und ihr Beitrag zu Innovationen waren Thema beim Global Compact General Meeting am 26. November 2015.

Die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) wurden im September 2015 von den United Nations verabschiedet und adressieren die wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit, zum Beispiel Klima, Bildung und Armut. Unternehmen sind ein wichtiger Faktor, um die bis 2030 geltenden Ziele zu erreichen. Umgekehrt ergeben sich für die Unternehmen Chancen, Zukunftsmärkte zu entwickeln und die Bedeutung ihres nachhaltigen Handelns zu vergrößern.

Nationaler Umsetzungsplan nötig

Ehrengast der Veranstaltung war Botschafter Mag. Launsky-Tieffenthal. Er war am Entwicklungsprozess der globalen Ziele beteiligt und lieferte spannende Einblicke in das mehrjährige Verfahren. Er referierte über die internationalen Kraftanstrengungen im Zuge der Millenium Development Goals (MDGs) in den letzten 15 Jahren. Beispielsweise konnte bereits jene Zahl der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben mehr als halbiert werden. Im Gegensatz zu den MDGs, die den Top-down Ansatz verfolgten, wurden die weltweit geltenden SDGs in einem gemeinsamen Prozess entwickelt. Nun seien Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Regierungen und akademische Einrichtungen gefordert, einen nationalen Umsetzungsplan zu entwickeln.

 

Geschäftsmodelle zur Unterstützung der globalen Ziele

Sue Adkins, International Director von Business in the Community (BITC) in London, hob hervor, dass die Wirtschaft erstmals in die Entwicklung der weltweiten Ziele eingebunden wurde. Dies sei darauf zurückzuführen, dass durch die Millennium Goals klar wurde, welche große Bedeutung Unternehmen für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaften haben. Sie stellte klar, dass die Ziele für alle Unternehmen gelten, egal wo sie sind und zeigte, wie Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen gesellschaftliche Herausforderungen angehen können. Ein Beispiel ist AllLife, ein Unternehmen in Südafrika, das Versicherungen speziell für an HIV- und AIDS-erkrankte Personen anbietet. Davor konnten sie keine Versicherung in Anspruch nehmen.

 

Die große Bedeutung des Bodens

Ein sehr wichtiger Faktor zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele ist der Faktor Boden. Durch die Versiegelung und intensive Bewirtschaftung wird seine zukünftige Nutzbarkeit beeinträchtigt und damit auch die Möglichkeit, wichtige Ressourcen zu gewinnen. Dr. Heinrich Denzer, Partner und Entwicklungschef von Pessl Instruments GmbH, erklärte, wie das Unternehmen mit Klimadaten und intelligenten Kommunikationstechnologien zur umweltfreundlichen Nutzung von Agrarflächen auf der ganzen Welt beiträgt und sie damit für die Zukunft bewahrt.

 

Im Anschluss an die ExpertInnenvorträge diskutierten die TeilnehmerInnen an den geleiteten Thementischen über Herausforderungen und Chancen zur Umsetzung der SDGs für Unternehmen. Die Ergebnisse der Diskussionen, die Präsentationen sowie das Protokoll stehen den Global Compact-TeilnehmerInnen demnächst im Intranet von http://www.globalcompact.at zur Verfügung.

 

 

Verwandte Beiträge:

Call to Earth

Astronauts Send a Message from Space to Global Leaders at #COP21

respACT-Position zum vorläufigen Entwurf des Österreichischen CSR-Aktionsplans (NAP CSR)

respACT nimmt Stellung zum vorläufigen Entwurf des "Österreichischen CSR-Aktionsplans", der den TeilnehmerInnen eines Stakeholderworkshops der beiden Ministerien BMLFUW und BMWFJ am 17. Juni 2013 vorgelegt wurde.

>>> Details

CSR und Politik in Europa

 

In diesem Video werden nationale CSR-Strategien europäischer Länder vorgestellt. (Stand Sommer 2011)

 

 

2016 © respACT
austrian business council
for sustainable development
Wiedner Hauptstraße 24/11, 1040 Wien
Telefon: +43/1/7101077-0
Fax: +43/1/7101077-19
E-Mail: office@respact.at
www.csreurope.org www.wbcsd.org www.unglobalcompact.at
https://www.respact.at/