Mittwoch 28. Juni 2017
01.10.2013

Responsible Communication – Wie gelingt glaubwürdige CSR-Kommunikation?

Nachlese zur Buchpräsentation

Vertrauen zu schaffen ist das gemeinsame Ziel von Corporate Social Reponsibility (CSR) und Public Relations (PR). Warum Ethik und eine entsprechende Haltung dafür unabdingbar sind, wurde bei der Veranstaltung „Responsible Communication" – organisiert vom Center for Responsible Management in Kooperation mit respACT – am 30. September im Reitersaal der Oesterreichischen Kontrollbank vor rund 65 TeilnehmerInnen diskutiert.

Von CSR-Projekten hin zu echtem Verantwortungsmanagement

Vergleicht man die Definition zu CSR der Europäischen Kommission, so zeigt sich eine wichtige Entwicklung: Während CSR 2002 noch als „Konzept" bezeichnet wurde, definierte die Kommission CSR im Jahr 2011 schlichtweg als „die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft". Echtes Verantwortungsmanagement kann nur gelingen, wenn CSR in das Kerngeschäft und in alle Kernentscheidungen des Unternehmens integriert wird. Auch die Bestrebungen in Richtung eines integrierten Berichts (sprich das Zusammenführen von Geschäftsbericht und Nachhaltigkeitsbericht) unterstreichen diesen Prozess.

 

Kommunikation als Spiegel der Haltung: „Tue das Richtige und überzeuge"

Kommunikation ist ein Spiegel der Haltung. Insofern liegt es auf der Hand, dass es für eine glaubwürdige CSR-Kommunikation immer auch der entsprechenden Business Ethik im Unternehmen bedarf. Gabriele Faber-Wiener, die bei der Veranstaltung ihr aktuelles Buch „Responsible Communication. Wie Sie von PR und CSR-Kommunikation zu echtem Verantwortungsmanagement kommen" vorstellte, erklärte, warum daher auch die Erwartungen an CSR-Kommunikation höher als an traditionelle PR sind: Erfolgreiche CSR-Kommunikation erfordert Authentizität und ein langfristiges Commitment der Unternehmensleitung. Darüber hinaus bildet CSR-Kommunikation durch echtes Stakeholdermanagement eine wichtige Brücke zwischen innen und außen.

 

Verantwortung heißt Antwort geben

Das Konzept der „Responsible Communication" fußt nach Faber-Wiener auf vier Säulen: Konkret geht es darum, die gesellschaftliche Sicht einzubringen, die Bereitschaft zur Selbstkritik, Ethik als Basis für Denken und Handeln anzuerkennen sowie Diskursorientierung. Werden diese Säulen erfolgreich abgedeckt, führt dies zu verbessertem Risikomanagement, verhindert – durch die aktive Einbeziehung der gesellschaftlichen Sicht – undurchführbare Managemententscheidungen und stärkt das CSR-Management insgesamt.

 

Transpararenz und Selbstreflexion als wichtige Tipps

Michaela Huber, Senior Vice President Corporate Communications & Sustainability, OMV Aktiengesellschaft, nannte vor allem die interne Kommunikation als Herausforderung in Hinblick auf "Responsible Communication". Gerade in diesem Bereich ist die dahinter liegende Haltung des Unternehmens sowie die Selbstreflexion von großer Bedeutung. Hannes Roither, Konzernsprecher, Leitung Unternehmenskommunikation und Investor Relations bei Palfinger gab den TeilnehmerInnen abschließend den Tipp zur Transparenz und zum offenen Umgang insbesondere mit kritischen Themen.

 

>> Weitere Informationen zum Buch "Responsible Communication"

>> Veranstaltungstipp zum Thema "Stakeholdermanagement": Österreichischer CSR-Tag am 17.10.2013

 
 
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