Tuesday 27. September 2016
26.03.2013

Nachhaltige Geschäfte in Emerging Markets

Erfolgreicher Abschluss der "Roadshow"

Österreichs Außenhandel boomt: Jährlich führen österreichische Unternehmen laut Statistik Austria Waren im Wert von über 120 Mrd. Euro aus. Dabei sind die Top-Exportpartner allen voran Deutschland und die anderen Nachbarländer. Dass Qualität „made in Austria“ jedoch auch in „neuen“  Märkten außerhalb Europas nachhaltig erfolgreich sein kann, zeigte eine Veranstaltungsreihe von respACT, Außenwirtschaft Austria, Austrian Development Agency (ADA), Oesterreichische Kontrollbank und Oesterreichische Entwicklungsbank.

 

Dabei stand die unternehmerische Verantwortung, die österreichische Betriebe auch bei Auslandsgeschäften zu ihrem eigenen Vorteil an den Tag legen, im Vordergrund. „Hohe soziale und ökologische Standards über die Grenzen hinweg anzuwenden, bringt nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern trägt auch entscheidend zur Risikominimierung bei“, betont Heinz Felsner, Vizepräsident der führenden Österreichischen Unternehmensplattform für CSR und Nachhaltige Entwicklung, respACT.

 

 

 

Unternehmen, die ins Auslandsgeschäft einsteigen wollen, profitieren von einem breiten Unterstützungsangebot – sei es bei der Finanzierung, der Partnersuche vor Ort oder länderspezifischer Expertise. Dieses Angebot wurde im Rahmen einer „Roadshow“ in Graz, Linz und Wien in den lokalen Wirtschaftskammern vorgestellt.

 

 

 

 

Als Praxisbeispiel stellte Thomas Hiesmayr von Fronius International am 20. März in Linz eine Wirtschaftspartnerschaft in Kooperation mit der ADA vor. Dabei wurde eine Ausbildungsstätte für Schweißkräfte in Südafrika aufgebaut. Es entstand eine Win-win-Situation: Neue Berufsperspektiven für Jugendliche auf der einen, gut ausgebildete Fachkräfte und eine gesteigerte Bekanntheit der Marke Fronius auf der anderen Seite. In der anschließenden Diskussion wurde die Bedeutung lokaler Partnerfirmen oder –institutionen betont. Auch die potentiellen Risiken – mangelnde Rechtssicherheit, fehlende Sozial- und Umweltstandards oder Zahlungsausfälle kamen zur Sprache. In all diesen Bereichen können schon von Österreich aus Vorkehrungen für einen reibungslosen Ablauf in Kooperation mit Partnern wie Außenwirtschaft Austria, ADA oder OeKB Gruppe getroffen werden.

 

Am darauf folgenden Tag machte die Veranstaltung in Wien Halt. Den Impulsvortrag lieferte Petra Kreinecker, CSR-Verantwortliche bei SanLucar Österreich. SanLucar betreibt vermehrt eigene Obstplantagen weltweit, um eine durchgängige Qualität sicherzustellen. Dabei arbeitet das Handelsunternehmen eng mit lokalen Partnern „auf Augenhöhe“ zusammen und stellt sicher, dass vor Ort nicht nur Umweltschutzmaßnahmen (wie Pestizidwerte weit unter dem gesetzlich erlaubten Wert), sondern auch hohe Sozialstandards – Löhne über dem lokalen Durchschnitt, Frauen in Führungspositionen etc. – umgesetzt werden. In der Diskussionsrunde waren sich die ExpertInnen einig, dass verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln – auch in der Lieferkette – eine zunehmende Notwendigkeit darstellt: Einerseits verlangen Geldgeber wie IFC oder OeKB Gruppe die Einhaltung gewisser Standards im Sozial- und Umweltbereich; andererseits ergeben sich dadurch auch für das Unternehmen Wettbewerbsvorteile und Effizienzgewinne. Bei der Orientierung, welche Themenfelder insbesondere im Auslandsgeschäft relevant sind, können beispielsweise die zehn Prinzipien des UN Global Compact oder die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen hilfreich sein.

 

Die Partner der Veranstaltung bieten Know-how und Beratung rund um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen sowie attraktive Finanzierungsmöglichkeiten nachhaltiger Geschäftsvorhaben. Um künftig noch mehr Unternehmen – insbesondere Klein- und Mittelbetriebe – für ein Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern zu gewinnen, stellten diese Institutionen ihre Angebote österreichweit bei Events in den lokalen Wirtschaftskammern vor. Die Veranstaltungen erfolgten im Rahmen der Internationalisierungsoffensive go-international, einer Initiative des BMWFJ und der Wirtschaftskammer Österreich.

 

Die Präsentationen der Vortragenden sind für respACT-Mitglieder im Intranet abrufbar.

 

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