Donnerstag 8. Dezember 2016
08.10.2013

Weltweit größte CEO-Studie zur Nachhaltigkeit: Unternehmen sollen mehr Einsatz für globale Nachhaltigkeit zeigen

CEO-Studie befragt 1.000 Vorstandschefs in 103 Ländern, darunter 60 in Österreich, Deutschland und der Schweiz, zum Fortschritt der globalen Wirtschaft im Bereich Nachhaltigkeit.

Die Studie von Accenture, im Auftrag des UN Global Compact, ist die weltweit größte Befragung von CEOs zum Thema Nachhaltigkeit. Die Studie erscheint alle drei Jahre, erstmals wurde sie 2010 vorgestellt.

Mehr Engagement für globale Nachhaltigkeit gefordert

2013 zeigt sich, dass die Mehrheit der ManagerInnen weiterhin hinter dem Konzept der Nachhaltigkeit steht, allerdings ist die Zahl derjenigen, die Nachhaltigkeit für sehr wichtig halten, deutlich gesunken: von 54 Prozent im Jahr 2010 zu 45 Prozent heuer. In Europa ist die Zahl noch niedriger: hier gaben nur mehr 34 Prozent der Befragten an, Nachhaltigkeit für sehr wichtig zu halten. Nachhaltigkeit steht nichtsdestotrotz auf der Agenda weit oben: zwei Drittel (67 Prozent) der CEOs glauben, dass Unternehmen nicht ausreichend handeln, um global nachhaltiger zu wirtschaften. Die CEOs in Österreich, Deutschland und der Schweiz stehen der Situation besonders kritisch gegenüber: 83 Prozent halten die bisherigen Anstrengungen für unzureichend. Die Prioritäten im Bereich Nachhaltigkeit sind global unterschiedlich ausgeprägt. Insgesamt stehen Wachstum und Bildung als Top-Prioritäten für zukünftigen Geschäftserfolg oben auf der Liste – im deutschsprachigen Raum werden jedoch Energie (57 Prozent im deutschsprachigem Raum und 39 Prozent global) und der Klimawandel (37 Prozent im deutschsprachigem Raum und 29 Prozent global) besonders hervorgehoben.

 

Finanzkrise zeigt Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsstrategien

Nachhaltigkeit wird immer noch als Chance gesehen: So gaben 78 Prozent der Befragten an, dass das Thema eine Möglichkeit darstelle um weiter zu wachsen und Innovationen zu fördern. 79 Prozent sehen durch  nachhaltigeres Wirtschaften einen Wettbewerbsvorteil. Die Finanzkrise zeigt jedoch Auswirkungen auf die Möglichkeiten, Nachhaltigkeit strategisch umzusetzen. 51 Prozent hoben den Mangel an Kapital hervor und 40 Prozent nannten die derzeitige wirtschaftliche Lage als Hürde um Nachhaltigkeit im Kerngeschäft zu verankern. Zudem ist laut der Befragung die Verbindung von Geschäftserfolg und Nachhaltigkeit nicht klar: 46 Prozent sind der Meinung, dass für Konsumenten Aspekte wie Preis, Qualität und Verfügbarkeit eines Produktes immer im Vergleich zur Nachhaltigkeit des Produktes überwiegen. Lediglich 15 Prozent der CEOs glauben, dass Nachhaltigkeit als unverzichtbares Kaufkriterium gilt. Für die überwiegende Mehrheit, 82 Prozent der Befragten, ist genau dies jedoch entscheidend, damit sich Nachhaltigkeit durchsetzen kann.

 

Wirtschaft weiterhin Vorreiter, aber klare Forderungen an Politik

84 Prozent der CEOs sehen die Wirtschaft weiterhin in der Rolle als Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit, dennoch wünschen sich die Befragten mehr Unterstützung durch die Politik. Immerhin 42 Prozent sehen die Regierung als einen der drei wichtigsten Ansprechpartner im Bereich Nachhaltigkeit. Es werden klare politische Entscheidungen und eindeutige Marktsignale gefordert (85 Prozent) um die ‚Green Economy‘ zu unterstützen. CEOs fordern unter anderem Standards (55 Prozent), Subventionen und andere finanzielle Anreize (43 Prozent) sowie Änderungen in der Besteuerung (31 Prozent).  

 

Die CEO-Studie steht hier zum Download bereit.

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