Wednesday 27. July 2016
04.12.2014

Verabschieden Sie sich von der Vorstellung alles kontrollieren zu können!

Verantwortungsvolles Management der Lieferkette – ein Nachbericht des Workshops vom 2. Dezember 2014

Am 2. Dezember tauschten sich bei einem von respACT in Kooperation mit der WKÖ - im Auftrag des BMWFW - durchgeführten Workshop rund 30 TeilnehmerInnen zum Thema "Verantwortungsvolles Management der Lieferkette" aus.

Prof. Dr. Sebastian Kummer, Vorstand des Instituts für Transport und Logistik und Key Note Speaker beim Workshop über verantwortungsvolles Management der Lieferkette, zeigt auf, dass bei der Supply Chain Transparenz wichtig ist. Dennoch kann ein im Auslandsgeschäft tätiges größeres Unternehmen nicht jeden Lieferanten, jeden Rohstoffproduzenten kennen. Wichtig ist es, zu segmentieren und risikobezogen aus dem Projektmanagement übernommene „kritische Pfade“ zu definieren und zu managen. Sich dabei nicht nur auf das upstreaming, also Richtung Rohstoffe, Produzenten, Lieferanten, zu konzentrieren sondern auch downstream beim Export und den Konsumenten Wesentlichkeitsanalysen zu machen, sollte selbstverständlich werden. Mehr über seine Ausführungen finden Sie hier.

 

Die Lenzing AG, vertreten durch Dr. Peter Bartsch, seit November Head of Sustainability, verfolgt eine strikte sourcing policy. Die Unternehmensgruppe produziert aus dem Rohstoff Holz Zellstofffasern für den Einsatz in der Textilindustrie sowie bei Hygieneprodukten und für medizinische bzw. technische Anwendungen. Er berichtet über die Bedeutung von Kooperationen auf Branchenebene. Beispielsweise wurde von 4 Jahren SAC , The Sustainable Apparel Coalition, gegründet. Die Koalition von mittlerweile 150 weltweit tätigen Unternehmen entwickelt in Kooperation mit der EU mit dem Higgs Index ein webbasiertes tool, um Bekleidung bewerten zu können und die Transparenz entlang der Lieferkette zu gewährleisten. Seinen Vortrag finden Sie hier.

 

Sylvia Leukauf-Rossi, die Taschenfabrikantin, zeigt anhand ihrer Produkte, Handtaschen und Funktionstaschen, welche Herausforderungen ein Ein-Personen-Unternehmen hat, wenn es nachhaltige Materialien beziehen und Transparenz über Herkunft und Produktion erlangen will. Die Fertigung in Österreich ist natürlich deutlich teurer als beispielsweise in China oder Vietnam. Die Unternehmerin appelliert auch an die Kunden, hier Verständnis für den Preis von hochwertigen, in Österreich gefertigten Produkten zu haben. Frau Leukauf-Rossi freut sich über den Kontakt von potentiellen Partnern entlang der Lieferkette. Informationen über Ihr Unternehmen finden Sie hier.

 

Die Veranstaltung wurde von respACT organisiert und fand im Auftrag des BMWFW bzw. in Kooperation mit der WKÖ Außenwirtschaft statt. Das Ziel ist es, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen und deren Inhalte bei den Unternehmen bekannt zu machen und sie für die vermehrte Anwendung der Leitsätze zu sensibilisieren.

 
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