Sunday 24. July 2016
04.03.2014

Neue Entwicklungen zu verpflichtender Nachhaltigkeitsberichterstattung auf EU-Ebene

EU-Ratspräsidentschaft und VertreterInnen des Europäischen Parlaments konkretisieren Vereinbarung zur verpflichtenden Berichterstattung in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte

Der von der griechischen EU-Ratspräsidentschaft und VertreterInnen des Europäischen Parlaments ausgehandelte Vorschlag, dem der Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (COREPER) am 26. Februar zustimmte, sieht vor, dass künftig EU-weit jene Unternehmen über Nachhaltigkeitsaspekte berichten müssen, die mehr als 500 MitarbeiterInnen haben sowie im öffentlichen Interesse stehen.

Konkret adressiert dieser Vorschlag börsennotierte Unternehmen sowie Finanzinstitutionen. Die betroffenen Unternehmen werden künftig aufgefordert, in ihrem Geschäftsbericht über ökologische, soziale und Mitarbeiterbezogene Aspekte, über die Wahrung der Menschenrechte, über Anti-Korruption und Bestechungsvorfälle sowie über die Vielfalt im Vorstand zu berichten. Dieser Abänderungsvorschlag richtet sich EU-weit an rund 6.000 große Unternehmen und nicht an 15.500 wie bisher erwartet.

 

Administrativen Aufwand soll minimal gehalten werden

Unternehmen werden aufgefordert knappe und nützliche Information offenzulegen, um die Entwicklung, Leistung, Position und Auswirkung von ihren Aktivitäten zu verstehen. Ein umfangreicher und detaillierter Bericht ist nicht nötig. Weiters bezieht sich dieser Abänderungsvorschlag auf die ganze Unternehmensgruppe, einzelne Standorte müssen ihre Daten nicht separat offenlegen.

 

Nächste Schritte

Damit das Gesetz verabschiedet werden kann, muss der Abänderungsvorschlag durch das Europäische Parlament und von den EU-Mitgliedsstaaten des Rats verabschiedet werden. Es wird angenommen, dass das Europäische Parlament im April 2014 über diesen Abänderungsvorschlag abstimmen wird. Anschließend wird ihn der Europäische Rat verabschieden. Die Zustimmung gilt als sicher.

 

Hintergrund:

Am 16. April 2013 hat die Europäische Kommission einen Abänderungsvorschlag der Berichtspflichten von Unternehmen (vgl. 4. und 7. EU-Modernisierungsrichtlinie) veröffentlicht. Ziel dieses Vorschlages ist es, die Transparenz hinsichtlich der sozialen und ökologischen Auswirkungen von Unternehmen zu erhöhen. 

 

 

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