Tuesday 26. July 2016
05.11.2014

Sustainable Development Goals: Was steht auf der Post-2015-Agenda?

Privatsektor nimmt an Ausarbeitung teil

Nachdem die Millennium Development Goals (MDGs) mit 2015 auslaufen, ist derzeit die Diskussion um eine neue globale Entwicklungsagenda im vollen Gange. Lag der Fokus der MDGs auf sozialen Aspekten, sollen mit den Sustainable Development Goals (SDGs) die Dimensionen sozial-ökologisch-ökonomisch gleichermaßen integriert werden.

Eine Open Working Group (OWG), bestehend aus 30 Mitgliedern der UN-Generalversammlung, arbeitet derzeit an 17 unterschiedlichen Sustainable Development Goals mit Indikatoren. Die endgültigen Ziele werden mit September 2015 im Zuge der Post-2015-Agenda verabschiedet.

 

Die Rolle des Privatsektors

 

Der Privatsektor wird eine entscheidende Rolle bei der Erreichung der Sustainable Development Goals spielen. Mehr als 100 Staatschefs debattierten auf der 69. UN-Generalversammlung im September 2014, wie die Wirtschaft Treiber für nachhaltige Entwicklung werden kann und wie sich der Privatsektor in die Post-Development-Agenda am besten integrieren lässt. Im Vorfeld fanden 2013 Konsultationen mit dem Privatsektor rund um inhaltliche Schwerpunkte statt. 2014 geht es nun um das „Wie?“ der konkreten Implementierung.

 

Es ist das erste Mal, dass bei der Formulierung von Entwicklungszielen die Wirtschaft umfassend konsultiert wurde bzw. wird. Im zusammenfassenden Bericht Engaging with the Private Sector in the Post-2015 Agenda veröffentlichen UN Global Compact und United Nations Industrial Development Organization (UNIDO) die Ergebnisse eines weltweiten breit angelegten Konsultationsprozesses. Folgende Empfehlungen wurden daraus abgeleitet:

 

Regierungspolitik: Die Regierungen führen die Post-2015-Agenda an, können die Ziele jedoch nicht allein erreichen. Die Politik sollte Anreize für nachhaltiges Wirtschaften schaffen, bspw. durch Steuererleichterungen, Zugang zu Exportkrediten, Verbreitung von Best-Practice-Beispielen und Nachhaltigkeitskriterien in Ausschreibungen.

 

Partnerschaften: Stärkung von Partnerinitiativen vor allem auf lokaler und nationaler Ebene durch Schaffung von Dialogforen.

 

Tranzparenz und Rechenschaftspflicht: Eine Vertrauensbasis zwischen Privatwirtschaft und den Interessensgruppen ist essentiell. Unternehmen können dazu vor allem durch Transparenz in Hinblick auf ihre sozialen und ökologischen Auswirkungen beitragen.

 

KMU´s sind der Motor für integratives Wachstum und wichtiger Arbeitgeber. Diese Unternehmen sollten durch Finanzierungsinstrumente, Technologietransfer und den Aufbau von Kapazitäten gefördert werden.

 

Finanzierung: Der Privatsektor leistet durch innovative Finanzierungsmodelle einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der SDGs.

 

Partnerschaft von Unternehmensplattformen

 

Mehrere Initiativen, darunter der UN Global Compact, das World Business Council for Sustainable Development und die Global Reporting Initiative (GRI), haben sich  zusammengetan, um Unternehmen bei der Umsetzung zu unterstützen. Als erster Output wird 2015 ein Leitfaden erscheinen zu Impactbewertung, Erarbeitung von Indikatoren und Festlegung von Zielen auf Unternehmensebene im Hinblick auf die Erreichung der Sustainable Development Goals.

 

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