Thursday 25. August 2016
19.08.2015

Auf dem Weg zu einer Europäischen Energieunion

Neue Vorschläge zu klima- und energiepolitischen Themen

Die Europäische Union präsentierte Mitte Juli ambitionierte Klima- und Energieschutzbestrebungen im Hinblick auf die UN-Klimakonferenz in Paris (COP21). Dazu wurden Themen wie das europäische Emissionshandelssystem (EU ETS), die Überarbeitung der Energieverbrauchskennzeichnung, die Stärkung der Position der Verbraucher und die Umgestaltung des Energiemarktes in den Mittelpunkt des Zusammentreffens gestellt.

Reform des europäischen Emissionshandelssystems

Das europäische Emissionshandelssystem ist weltweit der größte CO2-Markt. Durch dieses Instrument soll sichergestellt werden, dass das EU-Ziel zur Emissionssenkung um mindestens 40 Prozent bis 2030 erreicht werden kann. Im Vorfeld der COP21 konnte eine Verständigung über eine Reform erzielt werden. Dabei soll die Gesamtmenge der Emissionszertifikate ab 2021 um jährlich 2,2 Prozent verringert werden. Ursprünglich war eine Senkung von 1,74 Prozent vorgesehen. Außerdem ist die kostenlose Zuteilung der CO2-Zertifikate so effizient und wirksam wie möglich zu gestalten. Zudem sollen die Wettbewerbsfähigkeit von Carbon Leakage gefährdeten Industriebranchen (Verlagerung von Firmenstandorten außerhalb der EU, um das EU ETS zu umgehen) gefördert und Anreize für Investitionen in innovative und emissionsarme Technologien geschaffen werden.

 

Energieverbrauchskennzeichnung

Weiters schlägt die Kommission eine Überarbeitung der inzwischen zu komplexen Energieverbrauchskennzeichnung für energieeffiziente Produkte vor. Mit dem alten System, einer Skala von A-G (derzeit A+ bis A+++) solle mehr Klarheit für den Konsumenten geschaffen und die Kaufentscheidung erleichtert werden.

 

Umgestaltung des Energiemarktes

Auf dem Weg zur Energieunion findet eine grundlegende Neugestaltung des Stromsystems statt. Dabei möchte die EU die Führungsrolle in Sachen erneuerbare Energien übernehmen. Dazu soll eine öffentliche Konsultation stattfinden. Der Strommarkt der Zukunft verfolgt folgende Ziele:

  • Maximaler Nutzen aus dem grenzübergreifenden Wettbewerb
  • Ermöglichung einer dezentralen Stromerzeugung (auch für den Eigengebrauch)
  • Unterstützung innovativer Energiedienstleistungsunternehmen.

 

Mit der Drei-Säulen-Strategie rückt vor allem der Verbraucher in den Mittelpunkt:

  • Bessere Informationsmöglichkeit der Verbraucher
  • Mehr Optionen für die Beteiligung an den Energiemärkten
  • Verbraucherschutz soll weiterhin auf höchstem Niveau gehalten werden.
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