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18. Juni 2026

KI & ESG: Zwischen Hype und Hysterie

Das Event in Wien zeigte, wie KI im ESG-Kontext konkret Mehrwert schaffen kann – und wo Grenzen liegen. Entscheidend sind klare Use Cases, Datenqualität und strategische Verankerung.

Madeleine Velan, respACT

Am 16. Juni 2026 trafen sich im DC Tower in Wien Vertreter*innen aus Industrie, Technologie und Wirtschaftsprüfung zur Veranstaltung „KI & ESG: Zwischen Hype und Hysterie“. Organisiert von PwC und NetCero in Kooperation mit respACT, stand die Frage im Mittelpunkt, welchen konkreten Beitrag Künstliche Intelligenz im Nachhaltigkeitskontext leisten kann.

 

Die Keynote aus der Industrie zeigte, dass erfolgreicher KI-Einsatz vor allem auf klar definierten Anwendungsfällen basiert. Statt groß angelegter Initiativen erweisen sich insbesondere kleinere, fokussierte Use Cases als wirksam. Dabei kommt es weniger auf große Datenmengen als auf deren Qualität und strukturierte Aufbereitung an. ESG wurde als integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung verstanden, in dem KI gezielt Effizienz und Entscheidungsqualität verbessern kann.

 

Im C-Level Talk wurde KI als wichtiger Hebel für Innovation, neue Geschäftsmodelle und Wettbewerbsfähigkeit eingeordnet. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es – insbesondere im österreichischen Kontext – mehr Mut und Investitionsbereitschaft benötigt, um diese Potenziale zu nutzen. Ein zentraler Erfolgsfaktor liegt in der Unternehmenskultur: Die durch KI erhöhte Transparenz macht Schwächen sichtbar und erfordert einen offenen Umgang mit Fehlern sowie kontinuierliches Lernen. Zudem wurde betont, dass KI strategisch auf oberster Managementebene verankert sein muss.

 

Die Paneldiskussion beleuchtete das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und zeigte, wie sich Rollen und Aufgaben verändern. Während operative Tätigkeiten zunehmend automatisiert oder in Fachabteilungen verlagert werden, gewinnen Nachhaltigkeitsverantwortliche mehr Spielraum für strategische Aufgaben. Gleichzeitig bleibt die Qualität der Daten entscheidend für den Erfolg von KI-Anwendungen.

 

Auch Auswirkungen auf Arbeitswelt und Organisation wurden thematisiert. Insbesondere im Einstiegsbereich könnten Tätigkeiten künftig stärker automatisiert werden, was neue Anforderungen an Ausbildung und Talententwicklung mit sich bringt. Zugleich bleibt der „Human in the Loop“ zentral: KI kann unterstützen, ersetzt jedoch keine fundierten Entscheidungen.

 

respACT unterstützte die Veranstaltung als Partner und trug zur Sichtbarkeit des Themas im Unternehmenskontext bei. Insgesamt wurde deutlich: KI ist kein Selbstzweck, sondern ein strategisches Werkzeug, dessen Nutzen maßgeblich von einem gezielten und verantwortungsvollen Einsatz abhängt.

 

Weitere respACT-Veranstaltungen zum Thema:

 

07. Juli 2026 | 09:00–12:00 Uhr 
Kick-off respACT-Circle: Nachhaltigkeit in der Digitalisierung

Der erste Circle bringt rund 20 Vertreter*innen aus Unternehmen und Organisationen in vertraulichem Rahmen zusammen, um Herausforderungen, Praxiserfahrungen und Lösungsansätze rund um Corporate Digital Responsibility (CDR), Green IT, digitale Ethik und nachhaltige Transformation zu diskutieren.

Themen des Kick-offs:

  • Überblick über Ziele, Inhalte und Ablauf des Circles
  • Austausch zu Herausforderungen bei digitalen Nachhaltigkeitsprojekten
  • Digitalisierung für Nachhaltigkeit vs. Auswirkungen der Digitalisierung
  • Rolle von Künstlicher Intelligenz für digitale Ethik und Ressourcenverantwortung
  • Gemeinsame Festlegung der Schwerpunkte für die weiteren Termine

Ort: 4future, Graben 17/10, 1010 Wien · Teilnahme: kostenfrei, Plätze begrenzt. In Kooperation mit CDR Austria und Wirtschaftsagentur Wien.

 

Zur Anmeldung

 

17. Juli 2026 | 09:30–14:30 Uhr
respACT-Barcamp: Digitale Transformation & KI

Ein offenes, partizipatives Format, bei dem die Teilnehmenden die Themen selbst einbringen – ob Vortrag, Gruppendiskussion, interaktive Methode oder kreatives Format. Im Mittelpunkt stehen Praxis, Austausch und gemeinsames Lernen rund um Digitale Transformation & KI.

Ablauf:

  • 09:00–09:30 Uhr: Einlass
  • 09:30–13:30 Uhr: Inhaltlicher Teil
  • ab 13:30 Uhr: Networking bei Fingerfood & Getränken

Ort: ÖBB Open Innovation Factory, Lassallestraße 5, Foyer 1, 1020 Wien · Für alle offen, unabhängig vom Vorwissen. In Kooperation mit CDR Austria.

 

Zur Anmeldung

 

04. August 2026 | 12:00–12:30 Uhr · Micro-Learning, Online
SCOPE als Check für nachhaltige KI-Projekte

KI nachhaltig einsetzen – aber wie entscheiden? Lernen Sie das SCOPE-Framework kennen, mit dem Sie KI-Projekte anhand von fünf Dimensionen strukturiert bewerten – von Suffizienz und Energieverbrauch bis zu gesellschaftlicher Wirkung, Machtverteilung und Langlebigkeit.

Das nehmen Sie mit:

  • Ein einfach anwendbares Framework zur Bewertung von KI-Projekten
  • Neue Perspektiven jenseits von Effizienz („Brauchen wir das überhaupt?“)
  • Konkrete Orientierung für verantwortungsvolle Entscheidungen im Unternehmen

Format: 30 Minuten kompakt, inklusive Raum für Fragen · Ort: Online. In Kooperation mit CDR Austria.

 

Jetzt anmelden

 

On demand | jederzeit · Micro-Learning, Online
Digitale Nachhaltigkeit in Wien

Ein kompakter Einstieg in digitale Nachhaltigkeit – von Green IT bis Corporate Digital Responsibility. Im Mittelpunkt steht die Twin Transition: die integrierte digitale und nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft, illustriert anhand konkreter Wiener Beispiele.

Sie erhalten:

  • praxisnahe Einblicke und konkrete Beispiele aus Wien
  • die Unterscheidung von Nachhaltigkeit in der IT und durch IT
  • direkt umsetzbare Impulse für Ihr Unternehmen

Format: 30 Minuten, jederzeit abrufbar · Ort: Online. In Kooperation mit CDR Austria.

 

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