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Nach der Begrüßung durch den Tiroler Landeskoordinator von respACT und hollu-Geschäftsführer Simon Meinschad eröffnete Tobias Höllbacher von SERU Consulting den Nachmittag mit einem Impulsvortrag zu den oft unterschätzten gesundheitlichen Folgen klimabedingter Naturkatastrophen.
Unter dem Titel „Wie Klimakatastrophen auf Psyche und Körper wirken" zeigte Höllbacher auf, dass die Auswirkungen von Hitze, Hochwasser, Dürren oder zunehmender Luftverschmutzung weit über unmittelbare physische Belastungen hinausgehen. Aktuelle Erkenntnisse aus der Epigenetik verdeutlichen, wie Umweltfaktoren die Aktivität von Genen beeinflussen und damit Gesundheit, Resilienz und Krankheitsanfälligkeit prägen können. Gleichzeitig wurde deutlich, dass diese Prozesse nicht unumkehrbar sind: Lebensstil, soziale Beziehungen und unterstützende Rahmenbedingungen können die individuelle Resilienz stärken. Auch die psychischen Folgen der Klimakrise – zunehmende Zukunftsängste, Stressbelastungen und klimabezogene Sorgen – gewinnen gesellschaftlich wie im Gesundheitswesen an Bedeutung.
Im zweiten Impuls gab Simon Meinschad Einblicke in die Nachhaltigkeits- und Transformationsstrategie von hollu. Das Unternehmen orientiert seine Entwicklung in Fünfjahreszyklen an einem klar definierten Zukunftskorridor, ausgerichtet an den 17 Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Ein zentrales Ziel ist die schrittweise Eliminierung von Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Scope 1 über Scope 2 bis Scope 3. Vorgestellt wurde zudem das unternehmenseigene Kompetenzmodell für nachhaltige Führung, das technische, kommunikative und werteorientierte Kompetenzen verbindet. Erfolgreiche Veränderungsprozesse gelingen laut Meinschad nur dann, wenn Strategie, Unternehmenskultur und operative Umsetzung zusammengedacht werden.
Den Abschluss bildete eine Führung durch die neue CO₂-neutrale Produktion am hollu Campus. Die Teilnehmenden erhielten praxisnahe Einblicke in die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie und konnten sich direkt vor Ort über technologische und organisatorische Maßnahmen zur Emissionsreduktion informieren. Beim anschließenden Austausch wurde einmal mehr deutlich, welchen Mehrwert regionale Vernetzungsformate bieten: Raum für Inspiration, Wissenstransfer und gemeinsame Lösungsansätze für eine nachhaltige Zukunft.
In Kooperation mit der hollu Systemhygiene GmbH.
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