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12. August 2026

Nachhaltige KI gestalten: das SCOPE-Framework

Wie lässt sich Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll einsetzen? Beim respACT Micro Learning am 4. August stand das SCOPE-Framework im Mittelpunkt – eine Orientierungshilfe, um Nachhaltigkeit in KI-Projekten früh mitzudenken.

Madeleine Velan, respACT

Künstliche Intelligenz ist im Unternehmensalltag angekommen – doch wie lässt sie sich verantwortungsvoll und nachhaltig einsetzen? Dieser Frage widmete sich das respACT Micro Learning am 4. August. Roman Mesicek stellte dabei das SCOPE-Framework vor, das Organisationen unterstützt, Nachhaltigkeitsaspekte bei KI-Projekten frühzeitig und praxisnah mitzudenken.

 

Fünf Perspektiven auf nachhaltige KI

Das SCOPE-Framework betrachtet KI-Anwendungen anhand von fünf Dimensionen: Sufficiency (Notwendigkeit), Carbon (Ressourcen- und Energieverbrauch), Outcomes (gesellschaftliche Auswirkungen), Power (Kontrolle und Abhängigkeiten) sowie Endurance (Zukunftsfähigkeit). Ziel ist eine kompakte Orientierungshilfe für die Bewertung von KI-Projekten.

 

Besonders die Suffizienz-Frage rückte Mesicek in den Fokus: Nicht jede Aufgabe müsse zwangsläufig durch KI gelöst werden. Nachhaltigkeit bedeute auch, den tatsächlichen Mehrwert einer Anwendung kritisch zu hinterfragen und bewusst über ihren Einsatz zu entscheiden.

 

Über Umweltwirkungen hinausdenken

Neben dem viel diskutierten Energie- und Wasserverbrauch von Rechenzentren beleuchtete der Vortrag soziale und wirtschaftliche Auswirkungen von KI: Fragen der Wertschöpfung, der Verantwortung bei automatisierten Entscheidungen sowie mögliche Folgen für Beschäftigung und Qualifizierung, wenn gerade Aufgaben für Berufseinsteiger:innen zunehmend von KI übernommen werden.

 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Abhängigkeit von großen Technologieanbietern. Unternehmen sollten sich bewusst mit Datenhoheit, Kontrolle über eingesetzte Systeme und möglichen regulatorischen Veränderungen auseinandersetzen. Ebenso wichtig sei die langfristige Nutzbarkeit von KI-Lösungen in einem technologisch rasant bewegten Umfeld.

 

KI verantwortungsvoll nutzen

Abschließend plädierte Roman Mesicek für einen reflektierten und transparenten Umgang mit KI. Das SCOPE-Framework soll helfen, Innovation und Nachhaltigkeit gemeinsam zu denken und ökologische wie soziale Auswirkungen systematisch in die Planung einzubeziehen. Im Austausch mit den Teilnehmenden zeigte sich großes Interesse an vertiefenden Formaten und praxisnahen Anwendungsbeispielen.

 

Exklusiv für Mitglieder:

Die Aufzeichnung des Micro Learnings und die Präsentationsfolien stehen respACT-Mitgliedern exklusiv über den Premium-Zugang zur Verfügung. Den Zugang finden Sie im Exklusiv-Newsletter.

 

Zur Aufzeichnung!

In Kooperation mit

CDR Austria

 

 

Unterstützt durch

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