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Am 25. März 2026 widmete sich ein respACT-Webinar mit rund 100 Teilnehmer*innen der Frage, wie Unternehmen die finanziellen Auswirkungen des Klimawandels systematisch analysieren und steuern können. Gemeinsam mit den Expert*innen von Susform, NetCero sowie dem Praxispartner UNIQA wurde aufgezeigt, wie Klimarisikoanalysen konkret umgesetzt werden können – und warum sie zunehmend zu einem zentralen Bestandteil unternehmerischer Steuerung werden.
Zu Beginn gaben die Expert*innen von Susform einen fundierten Überblick über die unterschiedlichen Dimensionen von Klimarisiken. Dabei wurde unterschieden zwischen transitorischen Risiken – etwa durch steigende regulatorische Anforderungen, technologische Veränderungen oder sich wandelnde Marktbedingungen – und physischen Risiken wie Extremwetterereignissen, Hitzewellen oder Hochwasser.
Im Fokus stand die Frage, wie Unternehmen diese Risiken systematisch erfassen können. Eine Klimaszenarioanalyse setzt an zentralen strategischen Fragen an: Wo befinden sich Unternehmensstandorte? Welche Geschäftsaktivitäten sind besonders relevant? Wo liegen kritische Schnittstellen entlang der Wertschöpfungskette – etwa bei Lieferanten oder Kund*innen?
Ein wesentlicher Schritt besteht in der Auswahl relevanter Klimagefahren und geeigneter Daten. Unternehmen orientieren sich häufig an den Vorgaben der EU-Taxonomie und greifen auf etablierte Datenquellen wie IPCC oder nationale Klimadaten zurück. Je nach Standort und Geschäftsmodell können unterschiedliche Risiken im Vordergrund stehen – von langfristigen, chronischen Veränderungen bis hin zu akuten Extremereignissen.
Zur Unterstützung kommen zunehmend Softwarelösungen zum Einsatz, die strukturierte Analysen, Skalierung sowie KI-gestützte Auswertungen ermöglichen.
Wie Klimarisikoanalysen in der Praxis umgesetzt werden können, zeigte eindrücklich das Beispiel von UNIQA. Für das Unternehmen sind insbesondere physische Risiken wie Hochwasser, Sturm oder Hagel von hoher Relevanz.
Getrieben wird die Analyse durch reale Schadensereignisse („NatCat Events"), regulatorische Anforderungen (z. B. Solvency II, CSRD, EU-Taxonomie) sowie steigende Erwartungen von Investor*innen und Märkten.
Klimarisiken sind fest im gruppenweiten Risikomanagement verankert – unterstützt durch ein spezialisiertes „Natural Catastrophe Competence Center". Analysiert werden sowohl das Versicherungs- als auch das Investmentportfolio, unter anderem auf Basis von Klimaszenarien (z. B. NGFS). Die Ergebnisse fließen direkt in strategische Entscheidungen ein: vom Ausstieg aus fossilen Investments über die Weiterentwicklung von Produkten bis zur Risikoprävention für Geschäftskund*innen.
NetCero stellte eine Softwarelösung vor, die Unternehmen bei der Durchführung und Skalierung von Klimarisikoanalysen unterstützt. Solche Tools gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie komplexe Datenlagen strukturieren und fundierte Entscheidungsgrundlagen schaffen.
Das Webinar hat deutlich gemacht: Klimarisiken sind kein rein ökologisches Thema mehr, sondern haben konkrete finanzielle Auswirkungen auf Geschäftsmodelle, Vermögenswerte und Lieferketten. Für Unternehmen ergibt sich daraus eine doppelte Herausforderung – und Chance: Risiken frühzeitig erkennen und steuern – und gleichzeitig strategische Potenziale in Richtung Resilienz und Transformation nutzen. Wer Klimarisiken systematisch analysiert und integriert, schafft sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
Präsentationsfolien zum Download!
Unterstützt durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK)

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