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11. Mai 2026

KI & ESG: Hype oder Hysterie?

Was KI im Nachhaltigkeitskontext wirklich kann — und wo sie an ihre Grenzen stößt.

MMag. Julia Fessler
Geschäftsführerin und Co-Founderin von NetCero und der Beratung susform – sustainability transformation

‍Was KI im ESG-Bereich verspricht

 

KI verändert, wie Unternehmen arbeiten, entscheiden und berichten – und das schneller, als die meisten bereit sind. Auch im ESG-Bereich ist der Hype groß: Was früher Wochen gedauert hat, passiert heute in Minuten. Datenfriedhöfe werden zu echten Insights, Fragmente zu Geschichten. Die Ernüchterung bleibt jedoch oft nicht weit dahinter. Datenschutzlücken, Modelle die halluzinieren, regulatorische Graubereiche: Die Risiken sind genauso real wie die Versprechen. Was also ist KI im ESG-Kontext wirklich – ein Gamechanger oder ein gefährlicher Hype?

 


 

Wo KI echten Mehrwert schafft

KI kann im Nachhaltigkeitsbereich zu mehr Struktur und Effizienz beitragen und gleichzeitig Analysen und Recherchen unterstützen. Folgende Vorteile sind real.

  • Datenstrukturierung: Für viele Nachhaltigkeitsverantwortliche ist die Datenlage das drängendste Problem: Tausende Datenpunkte aus Lieferketten und Rechnungen, aus unterschiedlichen Quellsystemen – und kein Überblick. KI kann hier tatsächlich helfen. Nicht als Ersatz für menschliches Urteil oder für fehlende Daten, sondern als Werkzeug, das strukturiert, filtert und Muster erkennt. Auch beim Auslesen von Daten aus Dokumenten und Rechnungen können mit KI viele manuelle Schritte ersetzt werden.
  • Wesentlichkeitsanalyse: Auch die doppelte Wesentlichkeitsanalyse, die früher Recherchen, Benchmarks und Workshops über Wochen erforderte, lässt sich mit KI-Unterstützung deutlich effizienter vorbereiten und dokumentieren.
  • KI ist außerdem eine echte Unterstützung, wenn es um die Generierung und Formulierung von Texten geht. Ein erster Entwurf, eine Gliederung, ein Einstieg – das geht schnell und erleichtert den Einstieg. Auch beim Umschreiben und beim Tonwechsel ist KI stark. Beachte: Je besser die Vorlagen und die Guidance, desto besser der Outcome.
  • Praktische Empfehlung: Die Anforderungen und Regulatorien im Bereich Nachhaltigkeit ändern sich ständig. KI kann helfen, neue EU-Regularien und Anforderungen sowie Risiken aus der Lieferkette kontinuierlich zu beobachten und einzuordnen. Wenn es jedoch um Interpretation und Details geht, passieren auch hier sehr viele Fehler.

 

Wo die Risiken unterschätzt werden

Wer KI unkritisch im ESG-Reporting einsetzt, geht erhebliche Risiken ein. Das fängt bei der Datenqualität an: Garbage in, garbage out gilt hier genauso wie anderswo. Ein Sprachmodell, das Scope-2-Emissionen halluziniert oder einen regulatorischen Anforderungskatalog falsch zusammenfasst, ist nicht nur nutzlos – es ist gefährlich. Folgende Risikobereiche sollten Unternehmen besonders im Blick haben:

 

  • Halluzinationen: KI-Modelle erfinden überzeugend klingende, aber falsche Fakten, Zahlen, Quellenangaben oder Vorschriften – ohne Warnung.
  • Stimme und Authentizität: KI-Texte klingen oft glatt, aber generisch. Wer eine erkennbare Markenstimme oder einen persönlichen Stil hat, muss den Output aktiv formen – sonst klingt alles nach niemandem.
  • Übernahme ohne Prüfung: Der größte Fehler ist Copy-Paste ohne Lesen. KI-Texte enthalten oft logische Sprünge, Wiederholungen oder Formulierungen, die zwar korrekt, aber inhaltsleer sind.
  • Datenschutz: Sensible Unternehmensdaten, die in externe KI-Dienste fließen, können Compliance-Anforderungen verletzen. Bei Pflichtpublikationen wie Geschäftsberichten oder ESG-Reporting trägt das Unternehmen die Verantwortung für den Inhalt – unabhängig davon, wer oder was ihn formuliert hat. Das gilt auch für urheberrechtliche Fragen.
  • Praktische Empfehlung: Automatisiert generierte, optimistisch klingende Berichte ohne solide Datenbasis fördern – gezielt oder ungezielt – Greenwashing. Hinzu kommen regulatorische Graubereiche: KI-gestützte Berichte befinden sich in einer rechtlichen Grauzone. Wer haftet für KI-generierte Fehler in Pflichtberichten?

 

Was KI kann – und was nicht

  • KI kann: Daten aggregieren und strukturieren, Muster in großen Datensätzen finden, Berichtstexte nach Vorlage generieren, regulatorische Änderungen monitoren, Wesentlichkeitsanalysen vorbereiten sowie Übersetzungen, Transkripte und Zusammenfassungen erstellen.
  • KI kann nicht: fehlende Daten glaubwürdig ersetzen, Datenschutz und Urheberrecht sicherstellen, strategische ESG-Entscheidungen treffen, rechtssichere Compliance garantieren, Authentizität und Glaubwürdigkeit ersetzen, für Fehler in Pflichtberichten haften oder menschliche Verantwortung übernehmen.
  • Der pragmatische Weg nach vorne: Weder blinder Enthusiasmus noch reflexartige Ablehnung helfen weiter. Erfolgreiche Unternehmen folgen einem klaren Muster: Sie beginnen klein, mit klar definierten Anwendungsfällen und solider Datenbasis. Sie behalten menschliche Prüfung und Verantwortung im Prozess. Und sie behandeln KI als Effizienzwerkzeug – nicht als strategischen Ersatz für Expertise.
  • Praktische Empfehlung: KI für die Aufbereitung und Verdichtung von Daten, für die erste Entwurfserstellung, für das Monitoring von Regulatorik. Nicht für die finale Qualitätssicherung, nicht für den Ersatz fehlender Daten, nicht für die strategische Entscheidung, was Unternehmen wirklich nachhaltig macht.

 


 

Fazit

KI ist kein Allheilmittel für ESG-Herausforderungen. Aber sie ist auch kein Risiko, das man ignorieren sollte. Die Technologie ist reif genug für einen verantwortungsvollen Einsatz – wenn Unternehmen wissen, was sie damit wollen und was nicht.

Wer jetzt die richtigen Grundlagen schafft – saubere Daten, klare Prozesse, definierte Verantwortlichkeiten – der wird von KI profitieren. Alle anderen werden merken, dass schnellere Fehler keine Verbesserung sind. Der Unterschied zwischen Hype und Hysterie liegt nicht in der Technologie – er liegt in der Governance, die man drum herum aufbaut.

 


 

Über die Autorin

MMag. Julia Fessler ist Geschäftsführerin und Co-Founderin von NetCero und der Beratung susform – sustainability transformation. Zuvor war sie 13 Jahre bei PwC im Sustainability Consulting tätig und leitete dort das Climate-Team. Als ESG-Expertin unterstützt sie Unternehmen bei Nachhaltigkeitsberichterstattung, Dekarbonisierung.

 

Über das Unternehmen

NetCero ist Österreichs Marktführer für ESG-Reporting & Management. 25 Jahre Big-Four-Expertise treffen auf intuitive Software. Unsere Mission: Nachhaltiges Wirtschaften einfach machen. Die All-in-One-Plattform vereint strategisches ESG-Management, THG-Bilanzierung und Regulatorik. KI-gestützte Datenverarbeitung unterstützt über 100 Kunden bei effizientem, nachhaltigem Wirtschaften.

 

NetCero LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/netcero

NetCero Unternehmenswebsite: https://www.netcero.eu/de

Susform LinkedIn: https://at.linkedin.com/company/susform

Susform Unternehmenswebsite: https://susform.at/

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