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Die Studie macht deutlich, dass Unternehmen weiter investieren und auf verlässliche politische Rahmenbedingungen angewiesen sind. Für den aktuellen Business Breakthrough Barometer befragte das WBCSD gemeinsam mit internationalen Partnern mehr als 500 Führungskräfte aus 50 Volkswirtschaften. Das Ergebnis ist eindeutig: 92 Prozent der Befragten sehen Nachhaltigkeit in den kommenden fünf bis zehn Jahren als Quelle eines Wettbewerbsvorteils, während 89 Prozent ihre Investitionen in Nachhaltigkeitsmaßnahmen aufrechterhalten oder sogar steigern.
Die Unternehmen setzen dabei verstärkt auf Lösungen wie erneuerbare Energien, Elektrifizierung, Kreislaufwirtschaft und regenerative Landwirtschaft. Ausschlaggebend sind nicht nur ökologische Überlegungen, sondern zunehmend auch wirtschaftliche Vorteile, höhere Resilienz und eine größere Versorgungssicherheit.
Trotz des klaren Bekenntnisses zur nachhaltigen Transformation wächst die Sorge vor einer sogenannten „disorderly climate transition“ – einer ungeplanten und unzureichend koordinierten Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft. 68 Prozent der befragten Führungskräfte halten ein solches Szenario heute für wahrscheinlicher als noch vor einem Jahr. Vier von zehn Unternehmen gehen davon aus, dass eine ungeordnete Klimatransition ihre Geschäftstätigkeit erheblich beeinträchtigen würde. Verantwortlich dafür sind vor allem zunehmende physische Klimarisiken, politische Unsicherheiten, regulatorische Kurswechsel sowie geopolitische Spannungen.
Die Folgen sind bereits spürbar: 47 Prozent der Unternehmen berichten von gestiegenen klimabezogenen Kosten im vergangenen Jahr. Gleichzeitig sehen sich lediglich 15 Prozent der Befragten vollständig darauf vorbereitet, mit den Herausforderungen einer ungeordneten Transformation umzugehen.
Angesichts dieser Entwicklungen richtet die Wirtschaft einen klaren Appell an die Politik. 85 Prozent der Unternehmensvertreter*innen fordern stärkere, verlässliche und langfristig planbare klimapolitische Rahmenbedingungen. Besonders wichtig sind aus Unternehmenssicht langfristige politische Strategien, Investitionen in saubere Energieinfrastruktur, gezielte Förderungen für nachhaltige Technologien sowie eine stärkere Nutzung öffentlicher Beschaffung zur Beschleunigung der Transformation. Bemerkenswert: 37 Prozent der Unternehmen wären bereit, kurzfristig höhere Kosten in Kauf zu nehmen, um langfristige Risiken und Belastungen zu reduzieren.
Nahezu alle befragten Unternehmen (96 Prozent) berücksichtigen klimabezogene Transformationsrisiken bereits heute bei ihren Investitionsentscheidungen. Als entscheidender Erfolgsfaktor gilt dabei politische Stabilität und Planungssicherheit.
Peter Bakker, Präsident und CEO des WBCSD, bringt die Ergebnisse auf den Punkt:
„Die Klimatransition ist bereits im Gange und beschleunigt sich zunehmend, da die wirtschaftlichen, resilienzbezogenen und lieferkettenrelevanten Vorteile von Nachhaltigkeit immer stärker werden. Gleichzeitig ziehen Klimafolgen und politische Unsicherheit höhere Kosten und Risiken für Unternehmen nach sich. Die entscheidende Frage ist, ob und wann Regierungen mit klaren, verlässlichen und koordinierten Maßnahmen handeln werden.“
Auch Henning Huenteler, Partner bei Bain & Company, betont, dass Unternehmen ihre Transformationsinvestitionen nicht zurückfahren, sondern zunehmend gezielt dort einsetzen, wo tragfähige Geschäftsmodelle und passende politische Rahmenbedingungen vorhanden sind.
Als österreichischer Partner des WBCSD steht respACT in engem Austausch mit führenden Unternehmen, Expert*innen und Entscheidungsträger*innen aus aller Welt. Durch diese internationale Zusammenarbeit bringen wir aktuelle Erkenntnisse, Best Practices und politische Entwicklungen nach Österreich und fördern gemeinsam die nachhaltige Transformation der Wirtschaft.
Die Ergebnisse des Business Breakthrough Barometer 2026 zeigen klar: Unternehmen sehen Nachhaltigkeit nicht als Belastung, sondern als strategischen Erfolgsfaktor. Um die Chancen der Transformation voll auszuschöpfen und gleichzeitig Risiken zu minimieren, braucht es jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen, internationale Zusammenarbeit und entschlossenes Handeln auf allen Ebenen.
Weitere Informationen zum Business Breakthrough Barometer 2026 finden Sie auf der Website des WBCSD.
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