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Nachhaltigkeit ist längst in der Unternehmenswelt angekommen. Gleichzeitig steigen die Erwartungen von Kundinnen, Investorinnen, Mitarbeitenden und Politik. Doch mit dem ESG-Boom wächst auch die Gefahr, dass Wirkung lediglich behauptet wird, ohne nachvollziehbar belegt zu sein. Alexandra Bolena und Matthias Lovrek erklären, warum die Debatte rund um Nachhaltigkeit künftig stärker von der Frage geprägt sein wird, welche tatsächlichen gesellschaftlichen und ökologischen Veränderungen Unternehmen bewirken. Im Mittelpunkt steht dabei das Verständnis von „Impact First“ – also der konsequenten Ausrichtung des Geschäftsmodells auf gesellschaftliche Wirkung.
Die Episode beleuchtet die Entwicklung des Social-Enterprise-Sektors in Österreich und ordnet ein, wie sich dieser im internationalen Vergleich positioniert. Dabei wird deutlich, welche wichtige Rolle SENA als Interessenvertretung und Netzwerk für Social Entrepreneurs spielt und warum die Zusammenarbeit zwischen Social Enterprises und etablierten Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Gleichzeitig diskutieren die Gäste, welche strukturellen Rahmenbedingungen notwendig sind, um soziale Innovationen langfristig zu fördern und Wirkung als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor stärker zu verankern.
Im Zentrum der Folge steht das Verified Social Enterprise (VSE)-Label. Es soll Transparenz schaffen und sichtbar machen, welche Organisationen gesellschaftliche Wirkung tatsächlich in ihrem Kerngeschäft verankert haben. Alexandra Bolena und Matthias Lovrek erläutern, wodurch sich das VSE-Label von klassischen ESG-Reportings und Zertifizierungen unterscheidet. Während viele Nachhaltigkeitsaktivitäten ergänzend zum Geschäftsmodell stattfinden, verfolgt das VSE-Label einen anderen Ansatz: Es prüft, ob die angestrebte Wirkung integraler Bestandteil des Unternehmenszwecks und der Wertschöpfung ist. Dabei wird auch deutlich, warum der Zertifizierungsprozess Unternehmen oft dazu bringt, ihre eigene Substanz kritisch zu hinterfragen und bestehende Strukturen neu zu bewerten.
Für Unternehmen, die Nachhaltigkeit glaubwürdig weiterentwickeln möchten, kann das VSE-Label eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden CSR- und ESG-Aktivitäten sein. Die Gesprächspartner erläutern, welche Kriterien geprüft werden, warum die unabhängige Verifizierung für Glaubwürdigkeit sorgt und welchen Nutzen Organisationen daraus ziehen können. Besonders für respACT-Mitglieder eröffnen sich dadurch neue Perspektiven: von einer stärkeren Positionierung im Nachhaltigkeitskontext bis hin zu konkreten Kooperationsmöglichkeiten mit Social Enterprises, die Wirkung bereits erfolgreich in ihrem Geschäftsmodell verankert haben.
Zur Podcast-Folge: Folge 21: Wirkung statt Wirkungsshow: Wie das VSE-Label Impact-Washing entlarvt - Sustainable ImpACT - Podcast
Zur Video‑Version auf YouTube: Sustainable ImpACT - Folge 21: Wirkung statt Wirkungsshow: Wie das VSE-Label Impact-Washing entlarvt
Produktion: Quartier 9 Studios
Unterstützt durch unseren Medienpartner:
BUSINESSART – das Wirtschaftsmagazin für Nachhaltigkeit, Innovation und Transformation. Berichtet über aktuelle Entwicklungen, erfolgreiche Konzepte und inspirierende Gestalter*innen aus Wirtschaft, Gemeinden und Organisationen.
www.businessart.at
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