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sonnnig ist ein Wiener Startup, das Software für Energy Sharing entwickelt. Wir bauen die Technik, mit der Energiegemeinschaften, Unternehmen, Gemeinden und Privathaushalte ihren Grünstrom untereinander in Österreich, in der Region oder in der Nachbarschaft teilen können - von der Anmeldung über die Darstellung bis zur Abrechnung. Unser Team zählt sechs Personen, Sitz in Wien.
1. Welches Nachhaltigkeitsthema steht für Ihr Unternehmen aktuell im Fokus und warum?
Uns beschäftigt aktuell, wie jede erneuerbare Kilowattstunde so nah am Erzeuger verkauft werden kann wie möglich - auch für größere Anlagen. Ein Windpark, der seinen Strom direkt in der Region vermarktet, macht diese Region unabhängiger vom volatilen Energiemarkt, spart Netzkosten und bekommt Abnehmer:innen vor Ort - und damit Zustimmung, die sonst schwer zu bekommen ist. Daran hängt der weitere Ausbau: Erneuerbare Anlagen entstehen dort, wo die Nachbarschaft konkret etwas davon hat. Technisch braucht es dafür eine sichere, flexible Abrechnung und eine Prognose, die Erzeugung und Verbrauch aufeinander abstimmt.
2. Welche konkrete Maßnahme oder Initiative hat bei Ihnen besonders Wirkung gezeigt?
Besondere Wirkung zeigt unsere Spenden-Energiegemeinschaft SolarSolidar, die wir gemeinsam mit der Volkshilfe Wien betreiben. Privatpersonen und Unternehmen aus ganz Österreich spenden dort einen Teil ihres Überschussstroms an bedürftige Haushalte in Wien. Diese Haushalte werden in einer schwierigen Phase von der Volkshilfe Wien betreut - dort hat eine gespendete Kilowattstunde den größten Wert.
3. Wie hat respACT Ihr Unternehmen unterstützen können bzw. welchen Nutzen ziehen Sie aus Ihrer Mitgliedschaft?
Am meisten gebracht hat uns bisher der CSR-Tag, auf dem wir schon mehrmals waren. Dort sehen wir, wie Nachhaltigkeit in etablierten Unternehmen tatsächlich gelebt wird: wer das Thema bearbeitet, wo es intern aufgehängt ist und welchen Stellenwert es bekommt. Für ein junges Unternehmen ist genau dieser Austausch wertvoll, weil man von außen sonst nur die fertige Darstellung sieht.
4. Welche Learnings oder Tipps könnten anderen weiterhelfen?
Uns hat geholfen, Dinge schnell und einfach im kleinen Rahmen auszuprobieren, daraus zu lernen und damit dann größer rauszugehen. Gerade bei Energiegemeinschaften gab es anfangs nur wenige oder keine Beispiele - deshalb mussten wir selbst vorangehen und uns vortasten. Das hat uns ermöglicht, die Probleme richtig zu verstehen und unsere Lösungen immer passend zu planen und zu entwickeln.
Mit der Bürgerenergiegemeinschaft sonnnig energy verteilen wir UZ46-zertifizierten Grünstrom österreichweit, direkt von Unternehmen zu Unternehmen. Das Umweltzeichen ist Österreichs Grünstrom-Gütesiegel: Wasserkraft nur begrenzt, ein Mindestanteil Photovoltaik, und mindestens 10 % des Stroms aus Anlagen, die jünger als 15 Jahre sind. Damit fördert das Zeichen den Ausbau mit, und für Betriebe mit eigenem Umweltzeichen wird ihr Stromeinkauf so nachweisbar. Das Impact Hub Vienna deckt so über die Hälfte seines Strombedarfs und senkt seine Stromkosten um rund 30 %.
"Wir wollen jede erneuerbare Kilowattstunde so nah am Erzeuger verkaufen wie möglich. Das macht unabhängiger vom volatilen Energiemarkt und macht den Ausbau von Erneuerbaren attraktiv.""
Mit dem Mitglieder-Spotlight möchten wir weitere respACT‑Mitglieder motivieren, ihre Ansätze, Erfahrungen und Projekte sichtbar zu machen und ihre Perspektiven in unsere Community einzubringen. Unternehmen, die Teil des Mitgliederspotlights werden möchten, sind herzlich eingeladen, sich zu melden.
Kontakt:
Maximilian Augustin
Leiter Kommunikation, respACT
m.augustin@respact.at
Gemeinsam machen wir sichtbar, wie verantwortungsvolles Wirtschaften in Österreich konkret gelingt.
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