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Die Welt ist in Bewegung - und Unternehmen spüren es täglich. Steigende Energiepreise, brüchige Lieferketten, unberechenbare Rohstoffmärkte und geopolitische Unsicherheiten setzen Unternehmen unter Druck, der vor einigen Jahren noch undenkbar schien. Gleichzeitig steigen die Anforderungen von Auftraggebern, Banken und Geschäftspartnern an Klimanachweise und nachhaltige Betriebsführung.
Klimaschutz klingt in diesem Kontext für viele Entscheider*innen nach einem weiteren Thema auf einer ohnehin übervollen Prioritätenliste. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall: Klimaresilienz ist heute kein ökologischer Luxus mehr - sie ist wirtschaftliche Notwendigkeit.
Die Debatte um CSRD dominierte lange Zeit die Klimadiskussion in Unternehmen. Berichtspflicht, Scope-1-2-3-Emissionen, doppelte Wesentlichkeit. Begriffe, die vor allem in Nachhaltigkeitsabteilungen größerer Konzerne ankamen, aber an den Tischen von Geschäftsführer*innen und Entscheider*innen oft Ratlosigkeit hinterließen. Die ehrliche Frage vieler Unternehmer*innen lautete: „Was hat das konkret mit unserem Unternehmen zu tun?“
Die Antwort hat sich in den letzten zwei Jahren dramatisch verändert. Die Klimakrise ist in den Produktionshallen, Lagerräumen und Einkaufsabteilungen österreichischer Unternehmen angekommen, nicht als Regulierungsthema, sondern als wirtschaftliche Realität:
→ Energiepreise steigen und treffen Betriebe, die ihren Verbrauch nicht kennen und nicht steuern, doppelt hart.
→ Rohstoffe, die von stabilen Ökosystemen, Wasserverfügbarkeit und Bodenqualität abhängen, werden knapper und teurer.
→ Lieferketten geraten ins Stocken, nicht nur durch geopolitische Konflikte, sondern zunehmend durch klimabedingte Produktionsausfälle bei Zulieferern.
→ Großunternehmen geben ESG-Anforderungen an ihre Lieferant*innen weiter: Wer keine Klimabilanz vorweisen kann, fliegt aus der Lieferantenliste.
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Klimaresilienz bedeutet nicht, die Welt zu retten. Es bedeutet, das eigene Unternehmen stabiler, unabhängiger und wettbewerbsfähiger aufzustellen - als der Mitbewerb. |
Die klassische CO₂-Bilanz ist ein sinnvoller erster Schritt. Sie schafft Transparenz über Emissionsquellen und erste Reduktionspotenziale. Doch sie hat entscheidende Grenzen: Sie betrachtet Treibhausgase isoliert und blendet die anderen ökologischen Faktoren aus, die das Klima ebenso wesentlich beeinflussen.
Wissenschaftlich ist längst belegt, dass der Schutz von Wasserkreisläufen, intakten Böden und biologischer Vielfalt klimawirksamer sein kann als alleinige CO₂-Reduktion. Für Unternehmen bedeutet das: Wer nur Emissionen misst, sieht nur einen Ausschnitt seiner Klimarisiken, und verpasst gleichzeitig wichtige Chancen für Kostensenkung, Lieferkettenstabilität und Wettbewerbspositionierung.
Die multifaktorielle Klimabilanz erweitert genau diesen Blick. Sie analysiert fünf Klimadimensionen, die gemeinsam ein realistisches Bild der ökologischen Wirkung und der wirtschaftlichen Risiken eines Unternehmens ergeben:
Vorreiterunternehmen im respACT-Netzwerk wissen: Nachhaltige Werte und wirtschaftlicher Erfolg schließen sich nicht aus, im Gegenteil - sie verstärken sich gegenseitig. Und der aktuelle geopolitische Kontext gibt dieser Überzeugung eine neue Dringlichkeit.
Denn der Fokus verschiebt sich: War Klimastrategie lange primär ein Thema der Compliance und des Reportings, steht heute Resilienz im Mittelpunkt. Die Frage lautet nicht mehr nur „Wie berichten wir korrekt?“, sondern „Wie stellen wir sicher, dass wir in einer klimaveränderten Welt weiterhin wettbewerbsfähig sind?“
Für Entscheider*innen, die ihr Unternehmen langfristig verantwortungsvoll führen wollen, bedeutet das eine echte strategische Chance: Wer Klimarisiken früh kennt, kann sie steuern. Wer sie ignoriert, wird von ihnen gesteuert.
Konkret zeigt sich das in drei Bereichen, die Unternehmen heute direkt betreffen:
Das größte Hindernis für eine wirksame Klimastrategie ist nicht fehlendes Engagement. Es ist ein fehlendes Bild der eigenen Stärken und Schwachstellen. Viele Unternehmen ahnen, dass sie beim Klimathema aufholen sollten, wissen aber nicht, wo sie konkret ansetzen sollen.
Genau hier setzt der KlimaFit-Check an: ein kostenloser Selbstcheck, der Entscheider*innen in 5 Minuten eine ehrliche Einschätzung gibt — in allen fünf Klimadimensionen, weit über CO₂ hinaus.
Das Ergebnis zeigt, ob ein Unternehmen Klimaeinsteiger, Klimafortgeschritten, Klimaerfahren oder Klimavorreiter ist — und welche konkreten Hebel den größten wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen bringen. Aus dem respACT-Netzwerk haben wir erfahren, dass genau diese Art der niederschwelligen, konkreten Standortbestimmung auf großes Interesse stößt.
Denn der Einstieg in eine wirksame Klimastrategie braucht keine große Consulting-Initiative. Er braucht Klarheit darüber, wo man steht und wo die größten Hebel liegen. Alles andere folgt daraus.
Die geopolitischen Unsicherheiten, Energiepreise und Lieferkettenrisiken unserer Zeit sind keine vorübergehenden Störungen, sie sind strukturelle Veränderungen, auf die Unternehmen eine strukturelle Antwort brauchen. Klimaresilienz ist diese Antwort.
Unternehmen, die ihre Klimarisiken kennen und steuern, sind besser aufgestellt: für unberechenbare Energiemärkte, für Lieferengpässe, für strenger werdende Anforderungen von Auftraggebern und Banken und für die Fachkräfte, die sich zunehmend bewusst für zukunftsfähige Arbeitgeber entscheiden.
Der Weg dorthin muss nicht kompliziert beginnen. Fünf Minuten, zwanzig Fragen, fünf Dimensionen — und Sie wissen, wo Sie stehen. Klimaschutz ist mehr als CO₂. Und der erste Schritt ist einfacher, als die meisten denken.
Dr. Angela Drosg-Plöckinger ist Gründerin von mehrWerte Unternehmensentwicklung und Forum for Future - Mitglied bei respACT. Sie unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung wirksamer Klimastrategien, von der Standortbestimmung bis zur Zertifizierung. „Klimaschutz auf morgen verschieben war gestern. Unternehmen, die das erkennen, sind die Gewinner von morgen."
Forum for Future ist ein Netzwerk für Vorreiterunternehmen, die Wirtschaft neu denken - und respACT-Mitglied. Die Schwestermarke mehrWerte entwickelt mit Unternehmen wirksame Nachhaltigkeitsstrategien, für mehr Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und Glaubwürdigkeit, zertifiziert durch ImpactZert. Als respACT-Mitglied stehen wir für die Überzeugung, dass Nachhaltigkeit und Geschäftserfolg keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig verstärken.
Website: mehrwerte.at |
Forum: forumforfuture.at |
LinkedIn: linkedin.com/in/angela-drosg-plöckinger-4350b8191 | KlimaFit-Check: mehrwerte.at/klimafit-check
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