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Rund 35 Vertreter*innen aus Wirtschaft und Nachhaltigkeitsmanagement kamen bei Rauch Fruchtsäfte in Rankweil zusammen, um praxisnahe Einblicke in den Einsatz von KI und datenbasiertem Nachhaltigkeitsmanagement zu erhalten. Nach der Begrüßung durch Hugo Rohner (CEO Tridonic und respACT-Landeskoordinator Vorarlberg), Dino Güldner (Wirtschaftskammer Vorarlberg) sowie Matteo de Pascale (Head of Sustainability bei Rauch Fruchtsäfte) standen zwei Impulsvorträge im Mittelpunkt des Vormittags.
Den Auftakt machte Alexander Lichtenberg von Fraunhofer Austria. Er zeigte auf, wie Künstliche Intelligenz Unternehmen dabei unterstützen kann, Nachhaltigkeitsmanagement effizienter zu gestalten. Gerade in der Nachhaltigkeitsberichterstattung entstehen große Datenmengen, deren Erhebung, Strukturierung und Auswertung erhebliche personelle Ressourcen bindet. KI kann an unterschiedlichen Stellen unterstützen – etwa bei der automatisierten Datenaufbereitung, der intelligenten Verknüpfung verschiedener Datenquellen oder der Erstellung von Berichtsentwürfen.
„Wenn KI die Datenaufbereitung übernimmt, gewinnen Unternehmen genau die Kapazitäten zurück, die sie für strategische Nachhaltigkeitsarbeit brauchen."
— Alexander Lichtenberg, Fraunhofer Austria
So lassen sich manuelle Prozesse reduzieren, Datenqualität verbessern und Kapazitäten für strategische Aufgaben freisetzen.
„Künstliche Intelligenz ersetzt keine Nachhaltigkeitsexpertise – sie hilft Unternehmen, vorhandene Informationen schneller und zielgerichteter nutzbar zu machen."
— Alexander Lichtenberg, Fraunhofer Austria
Wie Nachhaltigkeitsdaten konkreten betrieblichen Mehrwert schaffen, zeigte Matteo de Pascale anhand der Data Landscape von Rauch Fruchtsäfte. Sein Vortrag machte deutlich, dass Nachhaltigkeitsdaten längst weit mehr sind als eine Grundlage für regulatorische Berichterstattung.
„Nachhaltigkeitsdaten sind längst mehr als eine Pflichtübung für die Berichterstattung – sie werden zur Grundlage operativer Entscheidungen."
— Matteo de Pascale, Rauch Fruchtsäfte
Am Beispiel des Corporate Carbon Footprints und des Product Carbon Footprints zeigte er, wie belastbare Emissionsdaten zunehmend Voraussetzung werden, um Kundenanforderungen zu erfüllen und aussagekräftige Informationen entlang der Lieferkette bereitzustellen. Zugleich ermöglichen sie, Energie- und Ressourceneffizienz systematisch zu analysieren, Ineffizienzen sichtbar zu machen und gezielt Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Herausforderungen des Datenmanagements. De Pascale gab einen Überblick, welche Nachhaltigkeitsdaten aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen benötigt werden – von Einkauf und Produktion bis Logistik und Energieverbrauch – und wie diese mithilfe digitaler Tools zusammengeführt werden können. Erst durch eine strukturierte Datenlandschaft entstehen konsistente Grundlagen, die sowohl regulatorische Anforderungen als auch operative Entscheidungen unterstützen.
Im Anschluss an die Vorträge erhielten die Teilnehmenden bei einer Betriebsführung Einblicke in den Produktionsstandort von Rauch Fruchtsäfte. Beim gemeinsamen Frühstück bot sich die Gelegenheit, die vorgestellten Ansätze zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
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