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Schon beim Betreten des Werks von EGGER Holzstoffe wurde spürbar, dass der 8. Initiativkreis Tirol besondere Einblicke ermöglichen würde. Der Duft von Holz, das Präzisionsspiel der Maschinen und der offene Empfang durch das Gastgeberteam schufen den perfekten Rahmen für Austausch und Inspiration.
Bernhard Grauss (NEBA Betriebsservice Tirol) eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag zum Thema „Inklusion in herausfordernden Zeiten – warum gerade jetzt?“. Er zeigte eindrucksvoll auf, warum die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen nicht nur eine gesellschaftliche Verantwortung, sondern auch ein klarer wirtschaftlicher Vorteil für Unternehmen ist. Anhand von Zahlen, Fakten und Praxisbeispielen wurde deutlich, welches Potenzial in inklusiven Organisationen steckt – sei es durch die Erschließung neuer Arbeitskräftepotenziale, die Stärkung der Unternehmenskultur oder positive Effekte auf Image und Arbeitgeberattraktivität. Ergänzend wurden rechtliche Rahmenbedingungen, Fördermöglichkeiten sowie häufige Mythen rund um Beschäftigung, Ausgleichstaxe und Kündigungsschutz beleuchtet.
Im anschließenden Programmpunkt gab Gerald Jobst, Manager Sustainability Reporting bei EGGER, einen kompakten Einblick in das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens. Er betonte dabei die besondere Rolle von Holz als Rohstoff, der im Vergleich zu emissionsintensiven Materialien wie etwa Zement deutlich bessere Voraussetzungen für eine klimafreundliche Industrie bietet. Ein zentraler Hebel ist der konsequente Fokus auf Kreislaufwirtschaft: 65% des eingesetzten Holzes stammen aus Recycling, insgesamt bestehen heute nur mehr etwa 34 % aus Neuholz, während 91 % der Produkte recyclingfähig sind. Große Herausforderungen zeigen sich insbesondere im Bereich der Treibhausgasemissionen, vor allem bei Scope 3 Emissionen. Klimaneutralität ist nur erreichbar, wenn auch Lieferanten ihre Emissionen reduzieren. EGGER setzt daher verstärkt auf Dialog und Zusammenarbeit entlang der Lieferkette. Mit Blick auf kommende Anforderungen wie den Digitalen Produktpass gewinnt die Berechnung des Carbon Footprints weiter an Bedeutung. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung bei EGGER ist entsprechend fakten und kennzahlenorientiert, wirft aber auch neue Fragestellungen auf. Ein zentrales Steuerungsinstrument ist dabei die doppelte Wesentlichkeitsanalyse nach ESRS, die insbesondere Finanzverantwortliche einbindet: Welche Themen sind wesentlich – und welche finanziellen Auswirkungen sind damit verbunden? Deutlich wurde dabei, dass Klimarisiken und Finanzrisiken unmittelbar zusammenhängen.
Bei der darauffolgenden Werksführung wurde Nachhaltigkeit konkret erlebbar. Moderne Produktionsprozesse, intelligenter Ressourceneinsatz und gelebte Kreislaufwirtschaft zeigten, wie Industrie und Klimaschutz ineinandergreifen können. Viele Teilnehmende beschrieben diesen Einblick als „Aha‑Moment“, bei dem Strategie, Technologie und Verantwortung sichtbar zusammenfanden.
Der 8. Initiativkreis Tirol zeigte eindrucksvoll, wie strategische Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und industrielle Praxis zusammenspielen können. Die Kombination aus fachlichem Input, Best Practices, Werksbesichtigung und offenem Dialog machte die Veranstaltung erneut zu einem wertvollen Impulsgeber für nachhaltiges Wirtschaften in der Region.
Bei diesem regionalen Vernetzungsformat haben Tiroler respACT-Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, sich mehrmals pro Jahr im gemütlichen Rahmen bei Kaffee & Kuchen über aktuelle respACT-Themen und –Veranstaltungen zu informieren, sich von Best-Practice-Beispielen anderer respACT-Mitgliedsunternehmen inspirieren zu lassen und untereinander auszutauschen. Der Initiativkreis Tirol findet dreimal pro Jahr an wechselnden Gastgeberstandorten statt.
Bei Fragen steht Alexander Fiedler jederzeit zur Verfügung.
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