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27. August 2026

Mitglieder-Spotlight Werner & Mertz Hallein

Wie gelingt es, Kreislaufwirtschaft konsequent in die Unternehmenspraxis zu integrieren? Werner & Mertz zeigt seit vielen Jahren, wie nachhaltige Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette funktionieren können. Im Mitglieder-Spotlight lernen Sie über aktuelle Nachhaltigkeitsschwerpunkte, die Erfolgsfaktoren der Recyclat-Initiative und die Bedeutung von Zusammenarbeit für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft.

Maximilian Augustin, respACT

Kurzporträt

 

Werner & Mertz ist ein deutsches Familienunternehmen und mit seinen Marken Frosch, Erdal und Green Care Professional als innovativer Marktführer und Pionier für Reinigungsprodukte, Pflege- und Waschmittel bekannt. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, einen nennenswerten Beitrag zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen zu leisten, eine nachhaltige Lebensweise mehrheitsfähig zu machen und lebt dafür eine herausragend energieschonende Kreislaufwirtschaft für den Klimaschutz und die Aufrechterhaltung der Biodiversität. Der Standort Hallein ist seit 1953 der zentrale Produktions- und Verwaltungsstandort von Werner & Mertz in Österreich mit über 200 Beschäftigten und treibt gemeinsam mit Partnern wie der ARA, ALPLA und Mondi die Kunststoff-Kreislaufwirtschaft in Österreich voran.

 

Kurz-Interview

 

1. Welches Nachhaltigkeitsthema steht für Ihr Unternehmen aktuell im Fokus und warum?

 

Nachhaltigkeit wird fälschlicherweise oft mit den Bemühungen gleichgesetzt, Umweltschädliches zu reduzieren – dabei muss deutlich früher angesetzt werden, damit das Schädliche gar nicht erst in Umlauf gerät. Werner & Mertz fokussiert sich daher auf echte Kreislaufwirtschaft. Das bedeutet: von Anfang an die richtigen Dinge auf die richtige Art und Weise umzusetzen. Dieses Credo lebt das Unternehmen über den gesamten Wertschöpfungsprozess hinweg – von den Rohstoffen bis hin zur Verpackung.

 

2. Welche konkrete Maßnahme oder Initiative hat bei Ihnen besonders Wirkung gezeigt?

 

Werner & Mertz arbeitet nach den Prinzipien einer umweltschonenden Wirtschaftsweise. Eine nachhaltige Lebensweise "mehrheitsfähig" zu machen, ist hierzu der Antrieb. Das Unternehmen erreicht dies in der Branche durch vorbildliche ökologische Produkte und Konzepte der Reinigung und Pflege. Dabei fühlt sich das Unternehmen langfristigen Initiativen verpflichtet, die oftmals über die eigenen Marken und Sortimente hinaus neue Maßstäbe der ökologischen Machbarkeit setzen. In der Recyclat-Initiative macht sich Werner & Mertz gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern wie der ALPLA für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft stark. Das bedeutet unter anderem, dass Plastik aus der europäischen haushaltsnahen Sammlung wie dem Gelben Sack als Wertstoff nach der Verwendung erneut hochwertig aufbereitet und wiederverwendet wird. Mit dem Start der Initiative in 2012 wurde 2025 ein echter Meilenstein geschaffen: 1 Milliarde PET-Flaschen aus Recyclat. Anlässlich dieses Weltrekords gab das Unternehmen die Umstellung der PET-Flaschen aus 100 % Altplastik aus der Sammlung des Gelben Sacks / der Gelben Tonne bekannt.

 

3. Wie hat respACT Ihr Unternehmen unterstützen können bzw. welchen Nutzen ziehen Sie aus Ihrer Mitgliedschaft?

 

Open Innovation und die Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg sind seit jeher Teil unseres Selbstverständnisses. respACT unterstützt uns dabei, mit engagierten Akteur*innen in den Austausch zu treten, voneinander zu lernen und gemeinsam nachhaltige Lösungen weiterzuentwickeln. Gerade dieser praxisnahe Dialog und die langjährige Partnerschaft machen die Mitgliedschaft für uns besonders wertvoll.

 

4. Welche Learnings oder Tipps könnten anderen respACT-Mitgliedern weiterhelfen?

 

Unser wichtigstes Learning ist, nachhaltige Herausforderungen nicht isoliert zu betrachten. Viele der wirksamsten Lösungen entstehen erst durch den Austausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Deshalb lohnt es sich, frühzeitig Partnerschaften einzugehen, unterschiedliche Perspektiven einzubinden und neue Wege gemeinsam zu entwickeln.

 

Best-Practice-Beispiel

 

Mit unserer Recyclat-Initiative setzen wir uns seit 2012 für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ein. Gemeinsam mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette bereiten wir Kunststoffabfälle aus der haushaltsnahen Sammlung hochwertig auf und führen sie wieder dem Materialkreislauf zu. Ein besonderer Meilenstein war 2025 die Produktion der milliardsten rPET-Flasche. Durch den Einsatz von 100 Prozent Altplastik aus Gelbem Sack und Gelber Tonne zeigen wir, wie ressourcenschonende Verpackungslösungen zur Reduktion von CO₂-Emissionen beitragen und gleichzeitig einen echten, geschlossenen Kunststoffkreislauf ermöglichen. Heute gilt unsere Recyclat-Initiative international als Best-Practice-Beispiel für innovative und nachhaltige Verpackungslösungen. Alle weiteren Infos gibt es hier -> Recyclat-Initiative

 

Florian F. Iro, Geschäftsführer Werner & Mertz Hallein, sagt:

"Wir sind überzeugt, dass echte Kreislaufwirtschaft in Zusammenarbeit entsteht. Deshalb setzen wir seit vielen Jahren auf Open Innovation, starke Netzwerke und den aktiven Austausch mit Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Für eine gemeinsame Zukunft und Standortsicherung. respACT schafft dafür den richtigen Rahmen und verbindet Menschen, die nachhaltige Veränderungen gemeinsam vorantreiben wollen."

Weitere Informationen zu Werner & Mertz gibt es hier  -> Willkommen bei Werner & Mertz

 

Jetzt mitmachen und sichtbar werden

 

Mit dem Mitglieder-Spotlight möchten wir weitere respACT‑Mitglieder motivieren, ihre Ansätze, Erfahrungen und Projekte sichtbar zu machen und ihre Perspektiven in unsere Community einzubringen. Unternehmen, die Teil des Mitgliederspotlights werden möchten, sind herzlich eingeladen, sich zu melden.

 

Kontakt:
Maximilian Augustin
Leiter Kommunikation, respACT
m.augustin@respact.at

 

Gemeinsam machen wir sichtbar, wie verantwortungsvolles Wirtschaften in Österreich konkret gelingt.

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