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Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie Österreich die Chancen der Circular Economy besser nutzen kann. Dabei wurde deutlich: Wer Rohstoffe im Kreislauf hält, stärkt nicht nur den Umwelt- und Ressourcenschutz, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, die Versorgungssicherheit des Standorts sowie seine Innovationskraft und Resilienz. Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und volatiler Rohstoffmärkte gewinnt die Kreislaufwirtschaft zunehmend an wirtschafts- und standortpolitischer Bedeutung. Eine geringere Abhängigkeit von Primärrohstoffen schafft mehr Stabilität und erhöht die Widerstandsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft.
Gleichzeitig wurde betont, dass der Wandel zur Circular Economy nur dann erfolgreich gelingen kann, wenn Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung gemeinsam an einem Strang ziehen. Unternehmen benötigen dafür vor allem langfristig verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit, um Investitionen tätigen und innovative Kreislauflösungen skalieren zu können.
Aus Sicht der Kreislaufwirtschaftsdelegation stehen aktuell insbesondere drei Themen im Fokus:
Die öffentliche Hand verfügt über enorme Hebelwirkung. Werden Kreislaufkriterien konsequent in Vergabeverfahren integriert, kann dies nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle gezielt fördern und wichtige Marktimpulse setzen.
Die Positionierung Österreichs als Teil einer starken mitteleuropäischen Kreislaufwirtschaftsregion bietet große wirtschaftspolitische Chancen. Grenzüberschreitende Kooperationen können Innovationen beschleunigen und neue Wertschöpfungspotenziale erschließen.
Sekundärrohstoffe sind ein wesentlicher Baustein einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Um ihre Nutzung zu steigern, braucht es geeignete Marktmechanismen, verlässliche Qualitätsstandards und attraktive wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Ein zentrales Ergebnis des Treffens war die Notwendigkeit eines strukturierten und kontinuierlichen Prozesses, um die Transformation zur Kreislaufwirtschaft weiter voranzutreiben. Dazu zählen unter anderem:
Die Mitglieder der Kreislaufwirtschaftsdelegation bekräftigten dabei ihre Bereitschaft, die Transformation aktiv mitzugestalten:
„Wir sind bereit, die Transformation zur Circular Economy in unseren Betrieben weiter voranzutreiben. Dazu brauchen wir jetzt klare Rahmenbedingungen, die diese nicht bremsen, sondern als Motor antreiben. Von Politik und Verwaltung erwarten wir, dass sie diese Rahmenbedingungen schafft – jetzt.“
Die Kreislaufwirtschaft wird aus Sicht der Delegation zu einem der entscheidenden Erfolgsfaktoren für den Wirtschaftsstandort Österreich und zu einem zentralen Wirtschaftssystem der Zukunft. Die KWD leistet dazu einen wichtigen Beitrag durch den offenen und konstruktiven Dialog zwischen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung.
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