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In den Räumlichkeiten von 4future gaben drei Expert*innen beim zweiten Termin des respACT-Circles zum Thema "Nachhaltigkeit in der Digitalisierung" wertvolle Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze an der Schnittstelle von Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Im Fokus standen sowohl die nachhaltige Gestaltung digitaler Technologien als auch deren Potenzial zur Bewältigung gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen
Anita Graser vom AIT Austrian Institute of Technology zeigte auf, wie sich Künstliche Intelligenz ressourcen- und energieeffizienter gestalten lässt. Dabei wurden Ansätze wie Edge Processing, adaptive KI-Systeme, Knowledge Distillation sowie die Rolle effizienter Prompt-Gestaltung diskutiert. Lukas Windisch von NetCero beleuchtete wiederum die Einsatzmöglichkeiten von KI im ESG-Kontext. Künstliche Intelligenz kann Unternehmen bei Nachhaltigkeitsberichten, Wesentlichkeitsanalysen und der Verarbeitung großer Datenmengen unterstützen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass klare Governance-Strukturen notwendig sind, um Risiken wie fehlerhafte Ergebnisse, Datenschutzprobleme oder Greenwashing vorzubeugen. Praxisnahe Einblicke lieferte zudem Sara Jovanović von der Wirtschaftsagentur Wien. An konkreten Beispielen wurde veranschaulicht, wie digitale Lösungen sowohl nachhaltiger gestaltet als auch gezielt zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen eingesetzt werden können.
Im anschließenden Workshop diskutierten die Teilnehmenden konkrete Zielkonflikte aus ihrem Unternehmensalltag. Im Bereich Green IT standen unter anderem Fragen zur Nutzung von KI im öffentlichen Verkehr im Mittelpunkt: Wie viel Datenverarbeitung ist für mehr Komfort und Effizienz sinnvoll? Wo entstehen Spannungsfelder zwischen Ressourcenverbrauch, Automatisierung und Datenschutz? Im Themenfeld Corporate Digital Responsibility (CDR) wurde untersucht, wie digitale Transformationsprojekte nachhaltig gestaltet werden können. Die Diskussion zeigte, dass Nachhaltigkeitsaspekte bereits in frühen Projektphasen wie der Definition von Anforderungen über die Technologieauswahl bis hin zur Gestaltung von Prozessen berücksichtigt werden müssen.
Die Session machte deutlich, dass nachhaltige Digitalisierung weit mehr als technische Effizienzsteigerungen bedeutet. Nachhaltigkeit sollte von Beginn an Teil digitaler Projekte sein, denn digitale Lösungen müssen ganzheitlich betrachtet werden und der tatsächliche Mehrwert neuer Technologien sollte regelmäßig hinterfragt werden. Gleichzeitig erfordert der schnelle technologische Wandel kontinuierliches Lernen, Anpassen und eine bewusste Auseinandersetzung mit den entstehenden Zielkonflikten.
Der respACT Circle „Nachhaltigkeit in der Digitalisierung“ bietet Unternehmen eine Plattform, um diese Herausforderungen gemeinsam zu diskutieren, Wissen auszutauschen und praxisnahe Lösungsansätze kennenzulernen.
Ein besonderer Dank gilt den Vortragenden Anita Graser (AIT Austrian Institute of Technology), Lukas Windisch (NetCero) und Sara Jovanović (Wirtschaftsagentur Wien) sowie allen Teilnehmenden für die engagierten Diskussionen und die wertvollen Praxiseinblicke.
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