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In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien von Randthemen zu strategischen Kernaufgaben avanciert sind, stehen Unternehmen vor einer entscheidenden Frage: Wie lässt sich echte gesellschaftliche Wirkung von bloßem Marketing unterscheiden? Die Antwort liefert eine wachsende Gruppe von Pionieren: Social Enterprises. Sie beweisen täglich, dass ökonomischer Erfolg und die Lösung drängender ökologischer sowie sozialer Probleme keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig beflügeln. Seit 2022 macht das staatlich anerkannte Verified Social Enterprise (VSE)-Label diese Vorreiter*innen in Österreich sichtbar. Das erfahren Sie im Gastbeitrag von Verena Judmayer & Alexandra Bolena, Vorstandsmitglieder, Social Entrepreneurship Network Austria (SENA).
Das VSE-Label ist der erste offizielle Ausweis für Sozialunternehmen in Österreich. Vergeben durch das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) und operativ umgesetzt durch die Austria Wirtschaftsservice (aws), Social Entrepreneurship Network Austria (SENA) und die Wirtschaftskammer (WKO), zertifiziert es Unternehmen, die nach dem Prinzip „Impact First“ agieren. Ob GmbH, Verein oder Genossenschaft – entscheidend ist, dass die soziale oder ökologische Mission tief in der DNA (und den Statuten) verankert ist. Ein offizieller Eintrag im „Firmen A-Z“ der WKO schafft zudem jenes Vertrauen, das für Investitionen und langfristige Partnerschaften unerlässlich ist.
Wie breit gefächert Impact sein kann, zeigten eindrucksvoll die Praxisbeispiele beim vergangenen CSR-Tag im Palais Eschenbach. Diese Unternehmen nutzen Marktanreize, um systemische Probleme zu lösen:
Öklo: Mit mobilen Komposttoiletten beweist Öklo, dass Sanitärlösungen ohne Wasser und Chemie funktionieren. Sie schließen Nährstoffkreisläufe und setzen neue Maßstäbe für ökologische Logistik.
Unverpackt Austria: Als Vorreiter im Zero-Waste-Sektor liefert das Unternehmen plastikfreie Lösungen für Großküchen in Mehrwegbehältern und zeigt, wie Kreislaufwirtschaft im B2B-Bereich skaliert.
Independo: Durch eine non-verbale Kalender-App auf Piktogramm-Basis ermöglicht dieses Social Startup Menschen mit Lernschwierigkeiten digitale Teilhabe und mehr Selbstständigkeit.
Klimja: Diese Fintech-Plattform demokratisiert den Klimaschutz. Sie ermöglicht Privatinvestoren den Zugang zu transparenten, messbaren Investitionen in globale Klimaprojekte.
atempo: Ein etablierter Profi für Inklusion. Mit Angeboten wie „capito“ (Leicht Lesen) zeigt das Unternehmen, wie Barrierefreiheit als wirtschaftlich erfolgreiche Dienstleistung funktioniert.
Acker: Mit Bildungsprogrammen für Schulen und Kindergärten bringt Acker die Wertschätzung für Lebensmittel zurück. Kinder bauen ihr eigenes Gemüse an und verändern so ihr langfristiges Konsumverhalten.
Einige dieser Unternehmen sind respACT-Mitglieder, andere sind Mitglied bei SENA – für das VSE Label würden sie sich alle qualifizieren. Unser gemeinsames Anliegen als respACT und SENA ist es jedenfalls, das Label – und damit die Community der sozial engagierten Unternehmen – weiter zu stärken.
Für die Mitglieder von respACT fungiert das VSE-Label als doppeltes Werkzeug:
Das VSE-Label ist weit mehr als ein Zertifikat an der Bürowand – es ist ein politisches und ökonomisches Statement. Wenn wir als CSR-Pioniere und Social Businesses gemeinsam unter dieser Flagge auftreten, verändern wir das System auf drei Ebenen:
Der Weg zum Label muss nicht kompliziert sein. SENA begleitet Sie mit einem umfassenden, kostenfreien Unterstützungspaket
Gehen wir den nächsten Schritt.
Nutzen Sie das VSE-Label, um Ihre Pionierrolle zu untermauern und Teil einer Bewegung zu werden, die den Erfolg von morgen nicht nur in Bilanzen, sondern in Wirkung misst.
Hier geht es zum Quick Check & zu weiteren Informationen
Wir als respACT und SENA freuen uns darauf, Sie bei diesem Weg zu unterstützen. Es ist Zeit, Wirtschaft neu zu denken. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!
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