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Den ersten Impuls gab Krista Sommer vom Bogen55. Sie stellte den Kulturbogen als Ort vor, an dem unternehmerisches Arbeiten und kulturelles Leben zusammenkommen. Vor allem junge Künstler*innen finden hier eine Bühne für Werke, die sonst kaum Sichtbarkeit hätten. Konzerte, Aufführungen und Ausstellungen wechseln sich ab, zugleich finden Business-Trainings statt. Diese flexible Nutzung schafft neue Begegnungen zwischen Wirtschaft und Kunst.
Sommer betonte die gesellschaftliche Bedeutung von Kunst und Kultur: Sie seien unverzichtbar für den Zusammenhalt und böten Räume für Austausch, Vernetzung und die Förderung junger Kunstschaffender.
Takeaway: Orte wie der Kulturbogen 55 zeigen, dass Unternehmen und Kunstschaffende voneinander profitieren, wenn sie sich denselben Raum teilen.
Im zweiten Impuls zeigte Christina Pali, Kunsthandwerkerin und Inhaberin einer eigenen Schmuckmarke, wie Nachhaltigkeit im Handwerk gelebt wird. Recycelte Materialien und regionale Rohstoffe bekommen in ihren Schmuckstücken eine zweite Chance, ohne ihre ursprüngliche Geschichte zu verlieren. Der Wert eines handgefertigten Stücks bemisst sich damit nicht nur materiell, sondern auch ideell.
Entscheidend ist die bewusste Materialwahl: regionale Rohstoffe, nachvollziehbare Lieferketten und faire Preise. Wer sich für ein solches Produkt entscheidet, investiert in Qualität, Herkunft und Handwerkskunst.
Takeaway: Nachhaltiges Handwerk lebt von Herkunft, Transparenz und der Geschichte hinter dem Produkt – ein Wert, den Kund:innen bewusst mitkaufen.
Im Plenum entwickelte sich eine angeregte Diskussion über das Spannungsfeld zwischen kreativem Freiraum und wirtschaftlichem Erfolg. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung von Sinn und Leidenschaft im Unternehmertum und die Frage, wie sich Kennzahlen und kreatives Schaffen vereinbaren lassen. Deutlich wurde: Gerade unternehmerisch tätige Kunstschaffende müssen wirtschaftliche Anforderungen mit ihren kreativen und nachhaltigen Ansprüchen in Einklang bringen.
Das 15. Nachhaltigkeitsfrühstück Tirol machte deutlich, dass Kunst und Kultur weit mehr sind als eine Ergänzung zum wirtschaftlichen Alltag. Sie schaffen Begegnungsräume, eröffnen neue Perspektiven und geben Impulse für nachhaltiges Wirtschaften. Langfristiger Erfolg und persönliche Erfüllung entstehen dort, wo Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und kreatives Schaffen gemeinsam gedacht werden.
Herzlichen Dank an die Wirtschaftskammer Tirol für die Zusammenarbeit, an Krista Sommer und Christina Pali für ihre Impulse sowie an alle Teilnehmenden für den offenen Austausch.
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