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Wie verändern Digitalisierung & KI die Unternehmenswelt und welche Kompetenzen braucht es, um diesen Wandel erfolgreich zu gestalten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt unseres Barcamps Digitalisierung & KI. Statt eines klassischen Konferenzformats bestimmten die Teilnehmenden selbst die Agenda und brachten ihre Erfahrungen, Fragestellungen und Perspektiven in vier interaktiven Sessions ein.
Sichtbarkeit für heimische Innovationen Den Auftakt machte die Vorstellung der KI-Landkarte Österreich, die einen Überblick über österreichische KI-Unternehmen und Anwendungsfelder bietet. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Akteur*innen und Use Cases noch fehlen und wie die Plattform künftig noch stärker als Orientierungshilfe für Unternehmen dienen kann. Besonders deutlich wurde der Wunsch nach einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Landkarte: Neben Technologieanbietern sollen auch konkrete Praxisbeispiele, branchenspezifische Anwendungen und Kooperationen sichtbar gemacht werden.
In einer weiteren Session wurden Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz gemeinsam betrachtet. Die Diskussion löste sich dabei bewusst von der häufig gestellten Frage, ob KI Arbeitsplätze ersetzt, hin zu der Überlegung, wie Menschen und KI sinnvoll zusammenarbeiten können. Ein gemeinsamer Nenner der Diskussion war, dass KI insbesondere repetitive und zeitaufwendige Aufgaben übernehmen kann, während menschliche Stärken – Kreativität, Empathie, kritisches Denken und Verantwortungsbewusstsein – an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig wurde betont, dass Unternehmen ihre Mitarbeitenden frühzeitig einbinden, Kompetenzen aufbauen und Veränderungen transparent begleiten müssen, damit KI als Unterstützung und nicht als Bedrohung wahrgenommen wird.
Braucht Leadership ein Update? Mit dem Aufkommen erster digitaler Mitarbeiter*innen und KI-Agenten stellte sich die Frage, wie Führung künftig aussehen wird. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Kompetenzen Führungskräfte benötigen, wenn Teams künftig sowohl aus Menschen als auch aus digitalen Assistenten bestehen. Im Mittelpunkt standen dabei weniger technische Fähigkeiten als vielmehr Themen wie Vertrauen, Entscheidungsverantwortung, klare Rollenverteilung und der bewusste Einsatz von KI. Führung wird künftig stärker bedeuten, Rahmenbedingungen für eine gute Zusammenarbeit zwischen Mensch und Technologie zu schaffen und gleichzeitig ethische Fragestellungen sowie Datenschutz im Blick zu behalten.
Wenn KI eine Gestalt bekommt Die vierte Session richtete den Blick über klassische Chatbots hinaus. Anhand verschiedener Beispiele wurde diskutiert, wie Künstliche Intelligenz künftig in Form von Robotern, Avataren oder sprach- und gestengesteuerten Systemen in unseren Alltag integriert werden könnte. Dabei ging es nicht nur um technische Möglichkeiten, sondern vor allem um die Frage, wie Menschen mit solchen Systemen interagieren möchten. Diskutiert wurden Aspekte wie Vertrauen, Akzeptanz, soziale Interaktion und die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten – von Service und Pflege bis hin zu Bildung und Industrie.
Das Barcamp hat eindrucksvoll gezeigt, dass Digitalisierung und KI weit mehr sind als technologische Entwicklungen. Entscheidend ist der gemeinsame Austausch über Erfahrungen, Herausforderungen und gute Praxisbeispiele. Gerade das offene Format bot Raum für neue Perspektiven und machte deutlich: Die Zukunft der Arbeit entsteht dort, wo Menschen ihr Wissen teilen, voneinander lernen und Veränderungen gemeinsam gestalten.
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