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Am 18. Februar durften wir im Herzstück in Bruck an der Leitha zu Gast sein. Der Club of Rome Carnuntum – ein regionales Chapter des internationalen Netzwerks – schafft regelmäßig Räume, in denen Forschung, Praxis und regionale Entwicklung zusammenfinden.
Rund 15 Teilnehmer*innen aus Wirtschaft, Kommunalpolitik und Regionalentwicklung diskutierten Chancen, Herausforderungen und Rahmenbedingungen sozialer Nachhaltigkeit.
Für respACT bot der Abend eine wertvolle Gelegenheit, zu zeigen, wie soziale Verantwortung Orientierung bietet und neue Handlungsspielräume eröffnet. Nach unserem Input entstand ein lebendiger Dialog, begleitet von regionaler Verköstigung und persönlichen Einblicken der Teilnehmenden.
Seit über 25 Jahren begleitet respACT Unternehmen auf ihrem Weg zu verantwortungsvollem, resilientem und wettbewerbsfähigem Wirtschaften. Mehr als 450 Unternehmen zählen zur Community. Unsere thematischen Schwerpunkte umfassen:
Mit Academy‑Programmen, Veranstaltungen und Publikationen fördern wir Vernetzung, Wissensaufbau und praxisnahe Orientierung – für Unternehmen wie Gemeinden.
Soziale Nachhaltigkeit umfasst faire Arbeitsbedingungen, Chancengleichheit, Mitbestimmung, Gesundheit, Weiterbildung und den Beitrag eines Unternehmens zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Kurz: Sie stärkt Beziehungen zwischen Menschen, Organisationen und Regionen. In Österreich zeigt sich ein gemischtes Bild: Viele Unternehmen setzen bereits Maßnahmen, aber häufig punktuell und ohne klare strategische Verankerung. Dabei bietet gerade die soziale Dimension zahlreiche Vorteile – von geringerer Fluktuation bis hin zu höherer Produktivität.
Gleichzeitig wächst ihre Bedeutung. Studien zeigen, dass Unternehmen mit starker ESG‑Performance höhere Umsätze erzielen und ein bis zu 35 % geringeres Insolvenzrisiko aufweisen. Organisationen mit mehr Frauen in Führungspositionen schneiden bei ESG‑Maßnahmen zudem bis zu 50 % besser ab.
Ein prägnantes Zitat aus der Runde brachte es auf den Punkt:
„Es ist längst nicht die Frage, ob wir uns damit beschäftigen – sondern, ob wir es bewusst und strukturiert tun.“
Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der Frage, wie soziale Wirkung messbar und sichtbar wird. Wir stellten das Verified Social Enterprise (VSE)-Label. Das Gütesiegel für Social Enterprises in Österreich wird vom Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus vergeben. Die Abwicklung erfolgt durch die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws) in enger Zusammenarbeit mit dem Social Entrepreneurship Network Austria (SENA) sowie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Es wurde 2022–2023 entwickelt, 2024 ausgerollt und wird ab 2026 stärker in Förder‑ und Beschaffungsstrukturen verankert.
Vorteile für Unternehmen:
Best Practice: Acker
Acker zeigt eindrucksvoll, wie soziale Wirkung und Bildungsarbeit ineinandergreifen. Programme wie AckerRacker oder die GemüseAckerdemie stärken Ernährungskompetenz, Verantwortungsgefühl und Nachhaltigkeitsverständnis.
Aus dem Wirkungsbericht:
Das VSE‑Label macht diese Wirkung sichtbar – und zeigt, wie professionelle Wirkungsmessung gelingt.
Schachinger Logistik demonstriert, wie soziale Nachhaltigkeit mittels klarer Strukturen, Standards und Messgrößen im Unternehmen verankert werden kann – basierend auf SDGs und doppelter Wesentlichkeit gemäß CSRD.
Beispiele aus der Praxis:
Lieferkette:
Mitarbeitende:
Gesellschaft:
Die Homebase St. Johann zeigt, wie soziale Nachhaltigkeit im Ortskern gelebt wird. Ein offener Gemeinwohlraum bietet Angebote von BabyCafé und TrauerCafé bis hin zu kooperativen Projekten.
Ein Beispiel: der „Flügelschluck“ – ein Hopfenprojekt von Going Artenreich und der Brauerei Bierol, dessen Erlös dem Schutz alpiner Grünlandschmetterlinge zugutekommt.
Auf dem Gelände einer ehemaligen Tischlerei entsteht ein Urban Sustainability Living Lab, das Leerstand reduziert und lokale Akteur*innen einbindet. 16 Masterstudierende der Universität Wien entwickelten Konzepte zu:
Ein Projekt, das zeigt, wie soziale Nachhaltigkeit in räumlicher Entwicklung wirksam werden kann.
Die Diskussion machte deutlich, wo Potenzial und Herausforderungen liegen:
Daniela Resch hielt fest:
„Viele Gemeinden arbeiten längst sozial nachhaltig – aber sie nennen es nicht so. Sobald Begriffe klar sind, entsteht mehr Selbstbewusstsein im Tun.“
Der Abend zeigte eindrucksvoll: Soziale Nachhaltigkeit ist ein regionaler Erfolgsfaktor. Sie stärkt Unternehmen, Gemeinden und ganze Regionen – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell.
Als respACT bleiben wir Partnerin für Orientierung, Wissenstransfer und Vernetzung – für alle, die die Transformation aktiv gestalten wollen.
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