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Wie gelingt wirksamer Klimaschutz und welche Maßnahmen bringen uns tatsächlich näher an das 1,5- bzw. 2-Grad-Ziel? Beim respACT-Lab Klima & Energie wurde diese Frage nicht nur diskutiert, sondern gemeinsam durchgespielt. Im Rahmen des Labs beim Gewerbeverein schlüpften die Teilnehmenden in unterschiedliche Rollen aus Wirtschaft, Politik, Finanzsektor, Zivilgesellschaft sowie Land- und Forstwirtschaft. Ihr gemeinsames Ziel: einen Plan zu verhandeln, mit dem die globale Erwärmung auf unter 2 °C und möglichst nahe an 1,5 °C begrenzt werden kann.
Herzstück des Labs war das Climate Action Game in Kombination mit dem Klimasimulationsmodell En-ROADS von Climate Interactive. Das wissenschaftlich fundierte Modell ermöglicht es, unterschiedliche Klimaschutzmaßnahmen zu testen und unmittelbar zu sehen, wie sich diese auf die zukünftige Erwärmung auswirken.
Dabei wurde schnell deutlich: Klimaschutz ist kein eindimensionales Thema. Die verschiedenen Akteursgruppen brachten unterschiedliche Interessen und Prioritäten an den Verhandlungstisch – von sauberer Technologie und erneuerbaren Energien über die Interessen energieintensiver Branchen bis hin zu Fragen der Landnutzung, Finanzierung und Klimagerechtigkeit.
In mehreren Verhandlungsrunden entwickelten die Delegationen Strategien, präsentierten Maßnahmen und suchten anschließend im Plenum nach gemeinsamen Lösungen. Die Simulation machte dabei sichtbar, dass einzelne Maßnahmen selten isoliert betrachtet werden können: Entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Hebel und Akteure.
Neben dem Blick auf mögliche Lösungen stand auch die Dringlichkeit des Handelns im Mittelpunkt. Die Präsentation zeigte unter anderem, dass klimabezogene Risiken längst wirtschaftliche Relevanz haben. Vier der zehn größten globalen Risiken für die kommenden zehn Jahre sind laut dem im Workshop verwendeten Global Risk Report umwelt- bzw. klimabezogen. Auch die finanziellen Auswirkungen klimabedingter Schäden wurden thematisiert. Damit wurde deutlich: Klimaschutz ist nicht nur eine ökologische Herausforderung, sondern zunehmend auch eine Frage von Wettbewerbsfähigkeit, Investitionsentscheidungen, Resilienz und finanzieller Stabilität. Besonders anschaulich wurde dies durch den Einsatz von En-ROADS: Unterschiedliche Klimastrategien können zu ähnlichen Temperaturpfaden führen, gleichzeitig aber sehr unterschiedliche wirtschaftliche Auswirkungen auf einzelne Branchen und Vermögenswerte haben.
Am Ende des Labs stand deshalb weniger die eine perfekte Einzelmaßnahme als die Erkenntnis, dass die Transformation ein koordiniertes Vorgehen braucht. Die Teilnehmenden formulierten und unterzeichneten als „Mitglieder des Climate Solutions Summit bei RESPACT“ eine gemeinsame Erklärung, mit der sie sich dazu bekannten, zusammenzuarbeiten und ihre bestmöglichen Anstrengungen für die Begrenzung der Erderwärmung zu unternehmen. Der Nachmittag zeigte: Wir haben die Lösungen – jetzt kommt es darauf an, sie konsequent zusammenzubringen und ins Handeln zu übersetzen. Solar- und Windenergie werden weiter ausgebaut, saubere Technologien entwickeln sich weiter, Unternehmen investieren und auch auf politischer und gesellschaftlicher Ebene wächst das Engagement.
Ein herzliches Dankeschön an Lindt & Sprüngli für das Sponsoring des Labs sowie an das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) für die Unterstützung als Fördergeber.
Das respACT-Lab Klima & Energie hat damit einmal mehr gezeigt: Wenn wir Klimaschutz nicht nur erklären, sondern erlebbar, diskutierbar und simulierbar machen, entstehen neue Perspektiven und im besten Fall auch konkrete nächste Schritte.
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