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Der Landesverband Hospiz Niederösterreich ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für ein LEBEN bis zuletzt einsetzt: Jeder Mensch soll rund um Sterben, Tod und Trauer menschlich, qualitätsvoll und selbstbestimmt begleitet sein.
Dazu verbindet der Landesverband Hospiz Niederösterreich Menschen, Organisationen (insbesondere aus dem Gesundheits- und Sozialwesen) und Fachwissen und übernimmt Verantwortung für die Weiterentwicklung einer qualitätsvollen, vernetzten und sozial ausgewogenen Hospiz- und Palliativversorgung. Als Fachgremium schafft der Landesverband Hospiz NÖ Orientierung, stärkt die Qualität und fördert das Fachwissen und die Zusammenarbeit - region, national und international.
Das Kerngeschäft umfasst das Qualitätsmanagement für die spezialisierte Hospiz- und Palliativversorgung in Niederösterreich, Bildungs- und Wissensmanagement im Bereich Hospiz & Palliative Care, Öffentlichkeitsarbeit und Koordination der ehrenamtlichen Hospizversorgung für Erwachsene und Kinder in NÖ sowie Public Health im Bereich Hospiz & Palliative Care.
Der Landesverband Hospiz NÖ versteht Corporate Social Responsibility (CSR) in erster Linie als soziale Verantwortung innerhalb seines unmittelbaren Wirkungsbereichs. Durch Bildung, Beratung, Vernetzung und Qualitätsmanagement trägt der Landesverband dazu bei, Hospiz- und Palliativversorgung im niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialwesen nachhaltig zu verankern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei die Würde, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung von Menschen mit lebensverkürzenden oder lebensbedrohlichen Erkrankungen sowie die Unterstützung ihrer Angehörigen.
Im Kontext von Hospiz und Palliative Care erhält der Begriff Nachhaltigkeit ein besonderer, über ökologischer Gesichtspunkt hinausgehende Bedeutung. Nachhaltig zu leben, heißt hier auch, Spuren zu hinterlassen und Beziehungen, Begegnungen und Momente zu schaffen, die über das eigene Leben hinaus nachwirken. Gerade die Auseinandersetzung mit schwerer Krankheit, Sterben, Tod und Endlichkeit rückt grundlegende Fragen in den Mittelpunkt: „Welche Spuren möchte ich hinterlassen?“ und „Wie möchte ich gelebt haben?“ Hospiz- und Palliativarbeit schafft Räume, in denen Menschen diesen Fragen auf persönliche Weise begegnen können.
Nachhaltige Entwicklung bedeutet für den Landesverband Hospiz NÖ daher, tragfähige Strukturen aufzubauen, Wissen langfristig zu sichern und weiterzugeben sowie eine hochwertige, bedarfsgerechte und möglichst gerechte Hospiz- und Palliativversorgung zu fördern. Dazu gehört die Qualifizierung von haupt- und ehrenamtlich Tätigen, die Sicherung verbindlicher Qualitätsstandards, die Stärkung multiprofessioneller Zusammenarbeit und die Sensibilisierung der Gesellschaft für die Bedürfnisse schwerkranker, sterbender und trauernder Menschen. Ebenso wichtig sind ein verantwortungsvoller Umgang mit personellen und finanziellen Ressourcen sowie gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende und Ehrenamtliche.
CSR und nachhaltige Entwicklung bedeuten für den Landesverband Hospiz NÖ somit, Verantwortung für Menschen, Organisationen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu übernehmen. Ziel ist eine Hospiz- und Palliativkultur, die langfristig trägt, niemanden ausgrenzt und ein würdevolles Leben bis zuletzt ermöglicht. Selbstbestimmung wird dabei nicht als vollständige Unabhängigkeit verstanden, sondern als eine Freiheit, die sich in tragfähigen und vertrauensvollen Beziehungen entfaltet. Gerade angesichts schwerer Krankheit und zunehmender Abhängigkeit ist der Mensch auf andere angewiesen, die ihn verlässlich begleiten, seine Wünsche achten und gemeinsam mit ihm Entscheidungen tragen. Nachhaltigkeit zeigt sich daher nicht nur in beständigen Strukturen, sondern auch in dem, was durch Fürsorge, Wissen, Begegnung und gelebte Menschlichkeit bei anderen weiterwirkt.
Um die Ziele nachhaltiger Entwicklung wirksam zu unterstützen, setzt der Landesverband Hospiz NÖ insbesondere auf Maßnahmen in seinem direkten Einflussbereich:
Einheitliche Qualitätsstandards weiterentwickeln, die Versorgungsqualität regelmäßig evaluieren, palliative Angebote frühzeitig einbinden und psychosoziale sowie spirituelle Begleitung stärken. Supervision, Intervision und Gesundheitsförderung sollen Mitarbeitende und Ehrenamtliche vor Überlastung schützen.
Qualitätsgesicherte Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote ausbauen, leicht zugängliche digitale Lernformate entwickeln und den Bildungsbedarf regelmäßig erheben. Wissen und Erfahrungen sollen dokumentiert, organisationsübergreifend geteilt und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Geschlechtsspezifische Bedürfnisse in Versorgung, Bildung und Beratung berücksichtigen, ausgewogene Beteiligung an Leitungs- und Entscheidungsgremien fördern und für die ungleiche Verteilung bezahlter und unbezahlter Sorgearbeit sensibilisieren. Bildungsangebote und Informationsmaterialien sind diskriminierungsfrei und geschlechtersensibel zu gestalten.
Gesundheitsverträgliche Arbeitsbedingungen, verlässliche Aufgaben- und Rollenbeschreibungen sowie eine wertschätzende Organisationskultur fördern. Dazu gehören Mitarbeitergespräche, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf, Ehrenamt, Betreuungspflichten und Privatleben sowie ein niederschwelliger Zugang zu Supervision und psychosozialer Unterstützung.
Versorgungslücken in ländlichen Regionen und bei benachteiligten Bevölkerungsgruppen erheben, barrierefreie und mehrsprachige Informationen anbieten und die Zusammenarbeit mit Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Pflegeeinrichtungen sowie Organisationen aus dem Migrations- und Sozialbereich verstärken.
Transparente Entscheidungsprozesse, verbindliche ethische Leitlinien sowie klare Beschwerde- und Rückmeldemöglichkeiten entwickeln. Betroffene, Angehörige, Mitarbeitende und Ehrenamtliche sollen angemessen in die Weiterentwicklung der Angebote einbezogen werden. Entscheidungen werden durch tragfähige und vertrauensvolle Beziehungen ermöglicht und gestützt.
Regionale Versorgungsnetzwerke ausbauen und den regelmäßigen Austausch zwischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, mobilen Diensten, Hausärztinnen und Hausärzten, Bildungseinrichtungen, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft stärken. Gemeinsame Projekte, abgestimmte Fortbildungen und systematischer Wissenstransfer fördern eine nachhaltige Versorgung.
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