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Zum Auftakt des 14. Tiroler Nachhaltigkeitsfrühstücks bei den Tiroler Rohren gab die Wirtschaftskammer Tirol Einblicke in die Erkenntnisse ihrer jüngsten Brüssel-Reise. Im Fokus standen der Clean Industrial Deal sowie aktuelle Entwicklungen in der EU-Gesetzgebung – insbesondere die zunehmende Verlagerung hin zu Verordnungen und damit stärker vereinheitlichten europäischen Regelungen.
Anschließend präsentierte Fiona Gmeiner (respACT) das Programm des diesjährigen csrTAG in Alpbach und zeigte konkrete Möglichkeiten zur Kooperation und Beteiligung für Unternehmen auf.
Im Anschluss gaben zwei Tiroler Unternehmen Einblicke in ihre Praxis.
Die Energiefreund GmbH, Komplettanbieter für technische Gebäudeausstattung, zeigte, wie ganzheitliche Lösungen von Wärme- und Kälteversorgung über Gebäudeleittechnik bis hin zu Photovoltaik und Batteriespeichern zusammenspielen. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung intelligenter Steuerungs- und Visualisierungssysteme für einen energieeffizienten Gebäudebetrieb.
Die Tiroler Rohre GmbH präsentierte ihre Ansätze zur Kreislaufwirtschaft und industriellen Transformation. Das Unternehmen produziert Rohr- und Pfahlsysteme aus Gusseisen und setzt dabei zu 100 Prozent auf Stahlschrott als Rohstoff. Alte Rohre werden eingeschmolzen und zu neuen Produkten verarbeitet, Nebenprodukte wie Schlacke in der Zementindustrie weiterverwendet und Abwärme in das Fernwärmenetz eingespeist.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der transparenten Erfassung von Nachhaltigkeitsdaten mittels Environmental Product Declarations (EPDs), die den gesamten Produktlebenszyklus und das Global Warming Potential abbilden. Gleichzeitig wurde deutlich, vor welchen Herausforderungen energieintensive Industrien stehen: Die Umstellung von Koks und Gas auf Strom und Biomasse erfordert hohe Investitionen, steigende Energiemengen und tiefgreifende Anpassungen bestehender Prozesse. Steigende Energiepreise verschärfen diese Rahmenbedingungen zusätzlich.
Den Abschluss bildete eine Werksführung über das Gelände der Tiroler Rohre, die den Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in die Produktionsprozesse und die Umsetzung der vorgestellten Ansätze ermöglichte.
Das Nachhaltigkeitsfrühstück zeigte einmal mehr, wie vielfältig die Lösungsansätze Tiroler Unternehmen bereits sind – und wie zentral Austausch und Zusammenarbeit für eine erfolgreiche Transformation bleiben.
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